Heute im Fokus

DAX schließt unter 26.000-Punkten -- Wall Street letztlich tiefer -- SpaceX belastet Siemens Energy -- Rheinmetall, SAP, Goldpreis, Bitcoin, NIO, Tesla, Strategy, NVIDIA, Anthropic, SHEIN-IPO im Fokus

aktualisiert 01.09.26 22:04 Uhr

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Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt startete mit schwächerer Tendenz in den September.

Der DAX zeigte sich zum Sitzungsstart etwas leichter und weitete die Verluste im Verlauf deutlich aus. Dabei fiel das Barometer sogar immer wieder unter die Marke von 26.000 Zählern. Schlussendlich zeigte sich der Leitindex 1,1 Prozent tiefer bei 25.970,11 Punkten.
Der TecDAX eröffnete den Handelstag derweil knapp höher, gab in der Folge jedoch ebenfalls deutlich nach und ging 1,4 Prozent leichter bei 4.025 Zählern in den Feierabend.

Der deutsche Aktienmarkt geriet zum Auftakt des neuen Börsenmonats September unter Druck, wofür vor allem der kletternde Ölpreis und die damit einhergehenden, wachsenden Inflationsängste verantwortlich waren.

Timo Emden, Chefmarktanalyst bei Craptrader, verwies laut dpa-AFX auf das Zusammenspiel aus hohen Marktbewertungen, veränderten Zinserwartungen, geopolitischen Risiken und Spitzen bei den Rohölpreisen, das Anleger nach den jüngsten Höchstständen zu einer vorsichtigeren Haltung zwinge.

Parallel dazu belasten steigende Anleiherenditen das Marktgeschehen. Während an den Märkten eine Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche bereits fest eingeplant ist, haben die jüngsten Äußerungen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auch die Erwartungen an einen US-Zinsschritt im September deutlich verstärkt.

Jochen Stanzl von der Consorsbank betonte, dass sich bei den Investoren schrittweise die Einsicht durchsetze, dass der Zinsgipfel noch nicht erreicht ist. Gemeinsam mit der ungelösten Passage durch die Straße von Hormus und den strafferen Signalen der Fed habe dies eine neue Verkaufswelle an den Märkten ausgelöst.

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Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Dienstag abwärts.

Der EURO STOXX 50 notierte zum Handelsstart marginal höher, fiel im weiteren Verlauf jedoch deutlich zurück. Er ging 0,8 Prozent im Minus bei 6.368,98 Punkten aus dem Handel.

Belastend wirkte weiterhin der Anstieg der Ölpreise, da erneute Drohungen der USA gegenüber dem Iran die Notierungen für Brent-Öl auf gut 91 Dollar treiben. Zusätzlich sorgte die Inflationsentwicklung für Unsicherheit: In Frankreich und Spanien fielen die Teuerungsraten deutlich höher aus als erwartet, und auch in Deutschland lag die Inflation den Montagsdaten zufolge mit 2,9 Prozent leicht über den Prognosen. Im Fokus stand nun die EU-weite Inflationsrate, die am Vormittag veröffentlicht wurde: Die Verbraucherpreise lagen um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, die Kernverbraucherpreise bei 2,4 Prozent. Beide Lesungen liegen weit über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent. In China zeigte sich der von Ratingdog erhobene Industrieindex im August leicht verbessert und signalisierte damit - anders als der offizielle Staatsindex - bereits eine Expansion.

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An der Wall Street ging es am Dienstag weiter nach unten.

Der Dow Jones verlor bereits zur Startglocke und blieb auch im Verlauf in Rot. Er beendete die Sitzung 0,79 Prozent schwächer bei 52.767,41 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite verzeichnete deutliche Verluste, nachdem er bereits zu Handelsbeginn absackte. Zum Handelsende ging er um 1,03 Prozent auf 26.099,77 Zähler zurück.

Hauptursache für die getrübte Stimmung war der Anstieg der Anleiherenditen. Am Markt setzt sich zunehmend die Erwartung durch, dass die US-Notenbank noch in diesem Monat eine Leitzinsanhebung vornehmen wird. Auslöser dieser Spekulationen ist die falkenhaft eingeordnete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am vergangenen Freitag.

Zusätzliche Inflationssorgen schürte der kräftige Anstieg der Ölpreise. Treiber dieser Entwicklung sind erneut aufgeflammte militärische Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran. Nach US-Angriffen auf iranische Ziele reagierte Teheran mit Schlägen gegen Standorte mit US-Truppen in Jordanien.

Laut der Finanzgruppe MUFG bleibt die Lage für den Öltransport auf See äußerst angespannt, was auch durch den Bericht über eine Attacke auf einen Tanker nahe dem Oman unterstrichen wird, so Dow Jones Newswires. Für eine leichte Erleichterung sorge jedoch der Umstand, dass die Ölproduzenten die Passage durch die Straße von Hormus trotz der bestehenden Risiken weiterhin nutzen.

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An den Börsen in Asien waren am Dienstag überwiegend rote Vorzeichen zu sehen.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,15 Prozent auf 66.215,34 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,16 Prozent tiefer bei 3.979,89 Zählern.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng 0,93 Prozent schwächer bei 25.329,73 Einheiten.

Belastend wirkten vor allem die spürbar gewachsene Sorge vor einer bevorstehenden Leitzinsanhebung in den USA, die Anleger zunehmend zur Zurückhaltung bei Käufen veranlassten. Am Terminmarkt wird mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent für einen Zinsschritt der Fed im September gehandelt. Verstärkt wurde die Verunsicherung durch die anziehenden Notierungen am Ölmarkt, nachdem dort zuletzt noch vergleichsweise wenig Bewegung zu verzeichnen war. Auslöser des Preisauftriebs sind die jüngsten wechselseitigen militärischen Vorstöße zwischen den USA und dem Iran, die neue Ängste vor Lieferengpässen schüren. Steigende Ölpreise nähren wiederum die Inflationssorgen und damit indirekt auch die Erwartung weiterer Zinsschritte.

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