Goldpreis: Marke von 4.000 Dollar wieder in Reichweite

Der Goldpreis setzte im frühen Freitagshandel seine Verluste fort, nachdem er bereits in der vorherigen Sitzung um zwei Prozent gefallen war.
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von Jörg Bernhard
Verantwortlich hierfür war der erneute Anstieg des Brent-Ölpreises über die Marke von 100 Dollar, der Inflationssorgen schürte und die Argumente für höhere Zinsen im Vorfeld der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche stärkte. Nun richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die Fed-Sitzung in der kommenden Woche. Allgemein wird erwartet, dass die US-Notenbank die Leitzinsen zunächst unverändert lässt. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Terminmärkte jedoch eine Wahrscheinlichkeit von 82 Prozent für eine Zinserhöhung im September ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen nach der gestrigen Sitzung erwartungsgemäß unverändert belassen. Gleichzeitig signalisierte sie jedoch, dass eine weitere Zinserhöhung im September möglich ist. Am Abend dürften sich die Marktakteure noch für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 20,00 auf 4.030,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Atempause nach rasanter Bergfahrt
Die Nordseemarke Brent hielt sich im frühen Freitagshandel über der Marke von 100 Dollar Barrel und steuert damit auf den vierten Wochengewinn in Folge zu. Die rasante Bergfahrt war auf die wachsenden Sorgen über gestörte Energieflüsse im Roten Meer sowie die Angst vor einer weiteren Eskalation des US-israelischen Krieges gegen den Iran zurückzuführen. Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean und gilt nach der Straße von Hormus als zweitwichtigste Schifffahrtsroute für den weltweiten Öltransport. Eine weitere Eskalation in der Golfregion und die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts gefährdeten nach Einschätzung der ING-Analysten einen erheblichen Teil des weltweiten Ölangebots. Nach Angaben des Analyseunternehmens Kpler sank die Zahl der Tanker, die am Donnerstag die Straße von Hormus passierten, auf nur noch ein Schiff. Das war der niedrigste Wert seit dem 7. Mai.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,43 auf 91,76 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,32 auf 100,37 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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