Schwellenländerkrise

Währungsverfall: JPMorgan und BlackRock warnen vor der Ansteckung der Emerging Markets


Währungsverfall: JPMorgan und BlackRock warnen vor der Ansteckung der Emerging Markets

Die Währungen nahezu aller Schwellenländer sind in den letzten sechs Monaten unter die Räder gekommen. Zahlreiche Experten sprechen dabei von einem Ansteckungseffekt.

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Angefangen hat es mit einem Ausverkauf der Währungen Argentiniens und der Türkei. So sind seit Jahresbeginn der Peso um 50 Prozent und die Lira um 40 Prozent gegenüber dem US-Dollar eingebrochen. Es folgte ein Sell-Off der Währungen Südafrikas, Brasiliens und Indonesiens. Sogar die Rupie geriet inzwischen unter Verkaufsdruck, obwohl Indien wirtschaftlich gar nicht so schlecht dasteht.

Dass eine Krise derart übergreift ist kein neues Szenario - es wird als Ansteckungsgefahr bezeichnet. Auch Experten von JPMorgan und BlackRock führen die aktuelle Entwicklung darauf zurück, dass zahlreiche Emerging Markets von den Problemen anderer in Mitleidenschaft gezogen werden und mit in den Abwärtssog geraten.

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Gefährliche Herden-Mentalität

Dies hänge damit zusammen, dass sich Investoren auch von relativ sicheren Anlagen trennen, um Verluste aus anfälligeren Anlagen auszugleichen. Teilweise sei es sogar noch schlimmer, nämlich dann, wenn Investoren alle Schwellenländer gleichbehandelten, ohne sie nach ihren individuellen Risiken und Chancen zu differenzieren.

"Wir haben eine Vertrauenskrise bei Emerging Markets und ein gewisses Niveau an Ansteckungseffekten", zitiert "Bloomberg" den BlackRock-Vermögensverwalter Pablo Goldberg.

Starker US-Dollar belastet Schwellenländer

Als Ursachen für die Währungskrise der Emerging Markets gelten der internationale Handelskonflikt, die Zinserhöhungspolitik der US-Notenbank und der stärker werdende US-Dollar. Vor diesem Hintergrund wird es für Investoren attraktiver, ihr Geld aus den Schwellenländer abzuziehen und in US-Dollar anzulegen.

"Das ist nicht gut für Emerging Markets", kommentierte JPMorgan-Strategin Anastasia Amoroso gegenüber "Bloomberg-TV". Denn solange der Handelskonflikt anhält und die US-Fed die Zinsen schneller als die anderen Notenbanken anhebt, werde der US-Dollar wahrscheinlich stärker werden.

Auch DIHK warnt vor Ansteckung

Auch beim Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK) fürchtet man eine Ansteckungsgefahr für anderer Schwellenländer: Weil Argentinien als G20-Mitglied strukturell bedeutend für die Weltwirtschaft sei, könnte eine Krise Argentiniens die Märkte derart verunsichern, dass auch andere Schwellenländer erfasst würden, erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier gegenüber "Dow Jones Newswires". Das südamerikanische Land sitzt auf einem hohen Schuldenberg. Da dieser auf US-Dollar lautet, mache ein Kursverfall des argentinischen Peso dessen Rückzahlung sehr teuer.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Pincasso / Shutterstock.com, fotoscool / Shutterstock.com

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11:31 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
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03.08.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
15.07.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
25.06.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.

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