Vor US-Inflationsdaten

Darum notiert der Eurokurs knapp unter 1,14 US-Dollar

14.07.26 10:06 Uhr

Eurokurs knapp unter 1,14 US-Dollar: Das steckt dahinter | finanzen.net

Der Kurs des Euro hat sich nach den deutlichen Schwankungen zu Wochenbeginn stabilisiert.

Werte in diesem Artikel
Devisen

7,7277 CNY 0,0076 CNY 0,10%

0,8521 GBP -0,0008 GBP -0,09%

8,9341 HKD 0,0099 HKD 0,11%

184,9280 JPY -0,0220 JPY -0,01%

1,1398 USD 0,0013 USD 0,11%

Die Gemeinschaftswährung Euro hielt sich im frühen Handel am Dienstag knapp unter 1,14 US-Dollar und kostete zuletzt 1,1390 Dollar. Am Montag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1424 (Freitag: 1,1430) Dollar festgesetzt.

Die Anleger warteten auf wichtige Preisdaten aus den USA. Am Nachmittag stehen die Inflationszahlen für Juni auf der Agenda. Bei diesen wirke sich die zwischenzeitliche Entspannung am Persischen Golf zwar deutlich entlastend aus, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Allerdings richte sich der Fokus auf die ebenfalls als erhöht zu bezeichnende Kerninflation, also die Teuerung unter Ausklammerung der schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel.

Bei der Kerninflationsrate zeichne sich keine echte Entspannung ab, fuhren die Helaba-Experten fort. Verschiedene vorlaufende Indikationen wie die Kernerzeugerpreise oder die Preiskomponente der ISM-Serviceumfrage deuteten auf einen anhaltenden Preisdruck abseitig der Energie- und Nahrungsmittelpreise hin.

Im Blick bleiben derweil die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg, nachdem die Ölpreise zu Wochenbeginn in die Höhe geschnellt waren und am Dienstag erneut zugelegt haben. Der US-Präsident hatte für Montagabend und heute weitere harte Angriffe auf den Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren.

Donald Trump kündigte ferner an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der wichtigen Meerenge aus "Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen würden. Dies solle die Kosten kompensieren, die für die Gewährleistung einer sicheren Passage entstünden.

/la/jsl/stk

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: elen studio / Shutterstock.com, PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images