Erhöhte Spannung beim Goldpreis: Anleger blicken auf das Fed-Protokoll
Der Goldpreis hat im frühen Mittwochshandel leicht nachgegeben. Anleger warten nun auf das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung.
Werte in diesem Artikel
von Jörg Bernhard
Dieses könnte neue Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank liefern. Schwächere Konjunkturdaten haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober zuletzt deutlich sinken lassen. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 19 Prozent an, dass Ende des Monats eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erfolgen wird. Für Dezember wird ein weiterer Zinsschritt jedoch weiterhin mehrheitlich erwartet. Belastend wirken weiterhin die hohen US-Anleiherenditen sowie steigende Ölpreise. Neue Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus schüren Sorgen vor Lieferstörungen. Höhere Energiekosten könnten den Inflationsdruck verstärken und die Fed länger als erwartet zu einer restriktiven Geldpolitik zwingen. Dies wäre für das unverzinste Gold tendenziell negativ. Langfristig bleibt auch die Nachfrage der Notenbanken ein wichtiger Faktor. Bei der LBMA-Jahrestagung betonten Zentralbankvertreter die strategische Bedeutung von Gold zur Diversifikation ihrer Währungsreserven.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 26,10 auf 4.161,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Neue Risiken für die Versorgung
Der Ölpreis ist im frühen Mittwochshandel gestiegen. Für Auftrieb sorgen vor allem neue Risiken für die Versorgung in den USA und im Nahen Osten. Ein Sturm im Golf von Mexiko dürfte sich zum Hurrikan entwickeln und könnte wichtige Anlagen zur Öl- und Gasförderung sowie mehrere Raffinerien beeinträchtigen. Die Region ist für einen erheblichen Teil der amerikanischen Energieproduktion und Raffineriekapazitäten verantwortlich. Unterstützung kommt zudem von den jüngsten API-Daten, die einen Rückgang der US-Rohölvorräte um 2,09 Mio. Barrel angezeigt haben. Gleichzeitig bleiben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten hoch. Die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben sich zuletzt verschärft. Dämpfend wirkt dagegen die verbesserte Versorgung aus der Golfregion. Saudi-Arabien hat die Auslastung seiner Ost-West-Pipeline deutlich erhöht, während die Rohöl- und Produktexporte aus dem Nahen Osten zuletzt wieder kräftig gestiegen sind. Der Ölmarkt bleibt aber nach wie vor zwischen besserer Versorgung und erheblichen Ausfallrisiken gefangen.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,65 auf 90,09 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,90 auf 101,48 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
Ausgewählte Hebelprodukte auf Goldpreis
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Goldpreis
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Pics-xl / Shutterstock.com, claffra / Shutterstock.com


