Goldpreis und Ölpreis

Gold legt nach Nahost-Eskalation deutlich zu - Öl mit Kurssprung


Gold legt nach Nahost-Eskalation deutlich zu - Öl mit Kurssprung

Der Goldpreis zeigte sich zum Wochenstart stärker, nachdem die USA und Israel seit Samstag massive Angriffe auf den Iran gestartet und dabei den Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet hatten.

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von Jörg Bernhard

Die Eskalation verschärfte die geopolitischen Spannungen und verstärkte die globale wirtschaftliche Unsicherheit. Israel führte am Sonntag eine neue Angriffswelle auf Teheran durch, worauf der Iran mit weiteren Raketenangriffen reagierte. Die Tötung Chameneis hatte den Nahen Osten und die Weltwirtschaft in eine Phase erhöhter Unsicherheit gestürzt. Marktbeobachter sehen diesmal stärkere Anreize für beide Seiten, die Konfrontation weiter zu verschärfen, was zu einem länger anhaltend volatilen Umfeld führen könnte - mit positiven Auswirkungen auf Gold als Krisenmetall. Gold ist im Zuge dieser Entwicklung als sicherer Hafen wieder sehr gefragt, zumal auch die am Freitag veröffentlichten US-Produzentenpreise im Januar stärker als erwartet gestiegen sind, was auf anziehenden Inflationsdruck hindeutet. Anleger richten ihren Blick nun auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten, darunter den ADP-Bericht, wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die offiziellen Arbeitsmarktzahlen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 171,90 auf 5.419,80 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Preissprung um über acht Prozent

Analysten erwarten, dass die Ölpreise in den kommenden Tagen auf einem erhöhten Niveau bleiben werden, da sich der Konflikt im Nahen Osten weiter zuspitzt. Dabei bewerten sie insbesondere die Auswirkungen auf die Versorgung, vor allem auf die Ölströme durch die Straße von Hormus, über die mehr als 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt werden. Iranische Angriffe haben dort Tanker beschädigt, und zahlreiche Reedereien, große Ölkonzerne und Handelshäuser setzten ihre Lieferungen von Rohöl, Treibstoffen und verflüssigtem Erdgas durch die Meerenge aus. Analysten der Citigroup gehen in ihrem Basisszenario davon aus, dass der Brent-Preis mindestens in der kommenden Woche zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel liegen wird. Bei einer Deeskalation rechnen sie jedoch mit einem Rückgang auf etwa 70 Dollar je Barrel. Goldman Sachs schätzt, dass aktuell eine risikobedingte Prämie von 18 Dollar pro Barrel im Ölpreis enthalten ist.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stark steigenden Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 5,73 auf 72,75 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 6,57 auf 79,44 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com

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