Goldpreis und Ölpreis

Gold macht Boden gut: Erholung vom tiefsten Stand seit zwei Monaten


Gold macht Boden gut: Erholung vom tiefsten Stand seit zwei Monaten

Der Goldpreis hat sich von seinem jüngsten Zweimonatstief erholt. Unterstützung lieferten der etwas schwächere Dollar und die Rückkehr chinesischer Anleger nach einer Feiertagspause.

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von Jörg Bernhard

Allerdings bleiben die Zinsperspektiven in den USA ein Belastungsfaktor. Das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der September-Sitzung zeigte, dass alle 19 Fed-Vertreter die damalige Zinserhöhung unterstützten. Unterschiedliche Auffassungen bestanden jedoch über deren Begründung. Während einige Notenbanker vor allem die Inflationsrisiken steigender Energiepreise begrenzen wollten, sahen andere zusätzlichen Handlungsbedarf wegen des zunehmenden Nachfragedrucks. Die Mehrheit hielt einen weiteren Zinsschritt bis zum Jahresende für angemessen. Laut CME FedWatch Tool rechnen Marktteilnehmer derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von lediglich 19 Prozent mit einer Zinserhöhung im Oktober. Für Dezember liegt sie dagegen bei fast 85 Prozent. Zusätzliche Unsicherheit verursachen die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die über steigende Ölpreise den Inflationsdruck verstärken könnten.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht erholten Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 16,00 auf 4.156,70 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Verstärkte Aufwärtstendenz

Der Ölpreis hat im frühen Donnerstagshandel deutlich zugelegt. Für Auftrieb sorgen vor allem wachsende Versorgungsrisiken im Nahen Osten und Produktionsausfälle in den USA. Die Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus erreichten in der vergangenen Woche den höchsten Wochenwert seit Beginn des Irankriegs. Trotz einer Erholung der Ölexporte aus der Golfregion bleiben die Transportkosten und Sicherheitsrisiken hoch. Zusätzliche Sorgen verursacht Hurrikan Isaias im Golf von Mexiko. Mehrere Ölkonzerne haben ihre Offshore-Anlagen vorsorglich heruntergefahren. Dadurch fiel bereits rund ein Viertel der dortigen US-Ölförderung aus. Unterstützung lieferten außerdem die jüngsten Lagerdaten der US-Energiebehörde EIA. Demnach sanken die Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 3,2 Millionen Barrel und damit deutlich stärker als erwartet. Auch die Destillatbestände gingen leicht zurück. Die beschleunigte Freigabe strategischer Ölreserven durch die Internationale Energieagentur könnte die Versorgung zwar kurzfristig verbessern, schafft jedoch keine zusätzlichen Förderkapazitäten.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,75 auf 90,03 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,46 auf 102,66 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Netfalls - Remy Musser / Shutterstock.com

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