Goldpreis: Anhaltende Stabilisierungstendenz
Der Goldpreis zeigte sich nach dem gestrigen US-Feiertag im frühen Dienstagshandel relativ stabil, nachdem der Dollar zuletzt nachgegeben hatte.
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von Jörg Bernhard
Anleger richten ihren Blick nun auf die bevorstehenden US-Inflationsdaten Donnerstag und Freitag), die die Erwartungen hinsichtlich des nächsten geldpolitischen Schritts der US-Notenbank Fed beeinflussen könnten. Laut dem FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group rechnen Marktteilnehmer derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent, dass auf der Fed-Sitzung in der kommenden Woche eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erfolgen wird. Höhere Zinsen verringern aufgrund der daraus resultierenden Opportunitätskosten die Attraktivität von Gold, das weder Zinsen noch Dividenden bietet. Wichtiger als der eigentliche Zinsschritt dürfte jedoch eher die zunehmende Unsicherheit an den Märkten darüber sein, welche Signale die Fed und das US-Finanzministerium aussenden wird. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure für den wöchentlichen ADP-Monatsbericht (14.15 Uhr) über die Schaffung neuer Stellen stark interessieren. Für den Monat August wurde vom US-Arbeitsministerium in der vergangenen Woche mit einem Plus von 162.000 Stellen ein deutlich höher als erwarteter Zuwachs gemeldet.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis (gegenüber Freitag) mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 20,10 auf 4.456,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Goldman Sachs erhöht Prognosen
Die wachsende Gefahr eines länger anhaltenden Konflikts im Nahen Osten trieb den Ölpreis im frühen Dienstagshandel weiter nach oben, nachdem der Iran Vergeltungsmaßnahmen für mögliche weitere US-Angriffe auf iranische Ziele angekündigt hatte. Dadurch verstärkten sich die Sorgen vor Störungen der Ölversorgung. Goldman Sachs erhöhte daher seine Ölpreisprognosen für Brent und WTI um jeweils 5 Dollar. Für Dezember 2026 erwartet die US-Investmentbank nun Brent bei 85 Dollar und WTI bei 80 Dollar. Für 2027 liegen die Prognosen bei 80 beziehungsweise 75 Dollar. Hintergrund ist die neue Annahme, dass die Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs im Nahen Osten bis ins Jahr 2027 hinein anhalten werden.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future (gegenüber Freitag) um 2,24 auf 93,72 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,37 auf 98,37 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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