Goldpreis: Ausgebremst durch militärische Eskalation in Nahost

Der Goldpreis musste im Zuge der militärischen Eskalation im Iran einen Teil seiner gestrigen Gewinne wieder abgeben.
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Trotz der laufenden Friedensgespräche führten die US-Streitkräfte am Montag Angriffe im Süden des Iran durch. Ziele waren unter anderem Boote, die offenbar Minen verlegen wollten sowie Raketenabschussrampen. Die USA bezeichneten die Einsätze als defensive Maßnahmen. Irans Chefunterhändler und Außenminister hielten sich laut Medienberichten am Montag in Doha zu Gesprächen mit dem katarischen Premierminister auf. Dabei ging es um ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des inzwischen drei Monate andauernden Krieges. Zuvor hatten Washington und Teheran Hoffnungen auf einen unmittelbar bevorstehenden Durchbruch gedämpft. Inflations- und Zinssorgen haben sich dadurch wieder verstärkt. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group gilt eine Zinserhöhung der US-Notenbank vor Jahresende als relativ wahrscheinlich. Für dieses Szenario wird eine Wahrscheinlichkeit von über 56 Prozent angezeigt.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis gegenüber Freitag mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 4,60 auf 4.527,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Comeback der Verunsicherung
Das ständige Hin und Her hinsichtlich der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran belasten weiterhin das Nervenkostüm der Marktakteure. Sie hoffen zwar auf ein Ende des Kriegs, weil ein anhaltender Konflikt sehr schlecht für die Weltwirtschaft wäre, allerdings dürfte es Monate dauern, um die Störungen bei den Rohstofflieferketten zu lösen. Bislang wurde das Schlimmste durch den Abbau von Lagerreserven verhindert, aber das lässt sich nicht unbegrenzt fortsetzen. Der normalerweise am Dienstagabend anstehende Wochenbericht des American Petroleum Institute (22.30 Uhr) wird wegen des gestrigen US-Feiertag auf Mittwochabend. Zur Erinnerung: Beim jüngsten Update wurde ein Lagerrückgang um 9,1 Mio. Barrel gemeldet.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future gegenüber Freitag um 4,65 auf 91,95 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,94 auf 95,36 Dollar anzog.
Jörg Bernhard, Redaktion finanzen.net
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