Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Dämpfer wegen weiter steigendem Ölpreis

23.07.26 07:44 Uhr

Goldpreis aktuell: Steigender Ölpreis bremst Rally trotz Nahost-Spannungen | finanzen.net

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Donnerstagshandel etwas schwächer und gab damit einen Teil seiner am Vortag erzielten Gewinne wieder ab.

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von Jörg Bernhard

Der sich verschärfende Konflikt im Nahen Osten trieb die Ölpreise nach oben, während Händler ihren Fokus auf die für kommende Woche geplante Sitzung der US-Notenbank richteten, um Hinweise auf den Zeitpunkt möglicher Zinserhöhungen zu erhalten. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 77 Prozent an, dass wir bereits bei der übernächsten Fed-Sitzung (16. September) höhere Leitzinsen als heute sehen werden. Für erhöhte Aufmerksamkeit dürfte am Nachmittag die EZB-Sitzung (14.15 Uhr) mit anschließender Pressekonferenz (14.45 Uhr) sorgen. An den Finanzmärkten wird heute zwar keine Zinserhöhung erwartet, im September sei dies aber wahrscheinlich. Daneben dürften sich die Marktakteure für zwei um 14.30 Uhr anstehende US-Konjunkturindikatoren ebenfalls stark interessieren: den Konjunkturindex der Chicago Fed und die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 24,40 auf 4.127,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Aufwärtsdrang ungbebrochen

Der Ölpreis kletterte im frühen Donnerstagshandel auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Wochen. Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen auf Öltanker im Roten Meer sowie eine neue Runde von US-Angriffen auf den Iran waren hierfür verantwortlich. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten zudem, ein Öltanker sei nach einer Explosion in Brand geraten, als er versuchte, eine von ihnen als vermint bezeichnete Route südlich der Straße von Hormus zu befahren. Zwei weitere Schiffe hätten daraufhin umgedreht. In einer Stellungnahme erklärten die Revolutionsgarden, die Meerenge befinde sich unter ihrer Kontrolle und sei angesichts der fortgesetzten US-Aktionen in der Region "vollständig geschlossen". Die große Frage lautet nun, ob sich die Unsicherheiten im Roten Meer zu einem dauerhaften Ausfall von Öllieferungen entwickeln werden. Fazit: Der Ölpreis bleibt weiterhin unberechenbar.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,44 auf 88,27 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,07 auf 96,09 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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