Goldpreis: Höchster Monatsverlust seit Oktober 2008 droht
Der Goldpreis zeigte sich im frühen Dienstagshandel freundlich, steuert jedoch auf den schlechtesten Monat seit mehr als 17 Jahren zu.
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von Jörg Bernhard
Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahostkonflikt waren für die leichte Stabilisierungstendenz hauptverantwortlich, da diese die Zins- und Inflationsängste dämpften. Außerdem gab der Dollar nach, was den Goldpreis ebenfalls unterstützt hat. Zudem erklärte Trump laut einem Bericht des Wall Street Journal, er sei bereit, die Militärkampagne gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt, um eine komplexe Operation zu deren Wiederöffnung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bislang hat das gelbe Edelmetall in diesem Monat mehr als 13 Prozent verloren und steuert damit auf den stärksten monatlichen Rückgang seit Oktober 2008 zu. Händler haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der US-Notenbank in diesem Jahr nahezu vollständig ausgepreist, da höhere Energiepreise drohen, die Inflation weiter anzutreiben. Ungeachtet dessen erklärt Goldman Sachs in einer Mitteilung, dass man weiterhin davon ausgehe, dass Gold bis Ende 2026 auf 5.400 Dollar ansteigen wird - getrieben durch die Diversifizierung der Zentralbanken und geldpolitische Lockerungen der US-Notenbank.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 49,60 auf 4.607,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Atempause eingelegt
Ein turbulenter Monat, in dem der Krieg im Nahen Osten Sorgen über höhere Inflation und schwächeres Wachstum schürte, endet heute. Während sich die Nordseemarke Brent im März bislang um fast 38 Prozent verteuert hat, ging es mit der US-Sorte WTI sogar um über 44 Prozent nach oben. Fed-Chef Jerome Powell erklärte am Montag, dass die US-Notenbank abwarten könne, wie sich der Iran-Krieg auf Wirtschaft und Inflation auswirkt. Dabei verwies er darauf, dass geldpolitische Entscheidungsträger üblicherweise temporäre Schocks wie steigende Ölpreise ausblenden.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,30 auf 102,58 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,46 auf 106,93 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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