Goldpreis: Leichte Erholung vor Zinsentscheidung der Fed
Der Goldpreis legt vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed im frühen Mittwochshandel leicht zu.
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von Jörg Bernhard
An den Terminmärkten gilt eine Zinserhöhung um mindestens 25 Basispunkte mittlerweile als nahezu sicher und dürfte daher weitgehend eingepreist sein. Entscheidend für die weitere Entwicklung könnten vor allem die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh zum künftigen geldpolitischen Kurs werden. Restriktive Signale könnten Gold über steigende Renditen und höhere Opportunitätskosten belasten, während eine weniger straffe Haltung dem Edelmetall Auftrieb geben könnte. Für etwas Entlastung sorgen aktuell rückläufige Ölpreise, wenngleich die geopolitischen Risiken im Nahen Osten hoch bleiben. Bemerkenswert ist nach Einschätzung der Commerzbank, dass Gold trotz deutlich gestiegener langfristiger Anleiherenditen bislang relativ widerstandsfähig geblieben ist. Als wichtige Stützen gelten anhaltende Sorgen über die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen sowie die zuletzt gestiegenen politischen Risiken in den USA. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure zudem für die Bekanntgabe der US-Einzelhandelsumsätze sowie die Im- und Exportpreise stark interessieren.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 33,70 auf 4.366,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Anhaltende Angebotssorgen
Der Ölpreis gab nach zweitägiger Aufwärtsbewegung im frühen Mittwochshandel etwas nach. Belastend wirken vor allem die vom API gemeldeten überraschend stark gestiegenen US-Rohöllagerbestände. Auch die Vorräte an Benzin und Destillaten legten entgegen den Erwartungen zu. Die Verluste halten sich jedoch in Grenzen, da die Versorgungslage im Nahen Osten weiterhin angespannt bleibt. Im Mittelpunkt stehen der Ausfall der saudi-arabischen Ost-West-Pipeline und die ausgesetzten Ölverladungen im Hafen Yanbu. Saudi-Arabien versucht, einen Teil der Lieferausfälle durch zusätzliche Verladungen vor der Küste Omans auszugleichen. Gleichzeitig bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark eingeschränkt und liegt deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Tage. Zur Erinnerung: Vor dem Krieg wurden über diese wichtige Route rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasversorgung abgewickelt. Die regionalen Versorgungsrisiken bleiben damit trotz der gestiegenen US-Lagerbestände der entscheidende Stützungsfaktor für den Ölmarkt.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,11 auf 104,72 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,69 auf 108,06 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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