Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Leichte Stabilisierung nach Vierwochentief


Goldpreis: Leichte Stabilisierung nach Vierwochentief

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Donnerstagshandel zwar stabil, die Zugewinne blieben jedoch begrenzt, da hohe Ölpreise weiterhin Sorgen über eine starke Inflation und länger anhaltend hohe Zinsen schüren.

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von Jörg Bernhard

Nachdem Berichte aufkamen, dass die USA mögliche militärische Maßnahmen gegen den Iran in Erwägung ziehen, um die festgefahrenen Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs zu durchbrechen, ging es mit dem Ölpreis deutlich bergauf, was die Inflationssorgen verstärkte. Die US-Notenbank beließ die Zinsen am Mittwoch unverändert, verwies jedoch in einer ungewöhnlich uneinheitlichen Entscheidung auf steigende Inflationsrisiken. Drei Mitglieder widersprachen der bisherigen Tendenz, eine Lockerung der Geldpolitik in Aussicht zu stellen. An den Märkten wird inzwischen nicht mehr mit Zinssenkungen in diesem Jahr gerechnet. Stattdessen sehen Investoren nun eine Wahrscheinlichkeit von über 14 Prozent, dass die Fed bis Ende des Jahres die Zinsen anheben könnte - am Vortag lag dieser Wert bei null Prozent. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure für die Statements der EZB zur Einschätzung der Inflationsgefahr stark interessieren. Um 14.45 Uhr startet die mit Spannung erwartete Pressekonferenz mit EZB-Chefin Christine Lagarde.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 7.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 3,10 auf 4.564,60 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Höchster Stand seit fast vier Jahren

Der Ölpreis tendierte weiter bergauf und führte bei der Nordseemarke Brent zum höchsten Stand seit Juni 2022. Die Aussicht auf weiterhin ausbleibende Lieferungen aus dem Nahen Osten waren hierfür der Hauptgrund. Am Sonntag findet ein OPEC-Treffen statt, das erste nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Organisation. Zwar könnten die Emirate ihre Produktion nach einem Ende des Irankriegs erhöhen, doch Analysten gehen davon aus, dass dies kurzfristig kaum Auswirkungen auf die Marktlage haben wird. Die Schließung der Straße von Hormus und weitere kriegsbedingter Produktionsausfälle wiegt einfach zu schwer. Experten erwarten zudem, dass die Golfstaaten, einschließlich der VAE, mehrere Monate benötigen werden, um wieder das Produktionsniveau vor dem Krieg zu erreichen.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.20 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,54 auf 109,42 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 3,17 auf 113,16 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Netfalls - Remy Musser / Shutterstock.com, Invesco

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