Goldpreis: US-Inflationsdaten ante portas

Wichtige Ereignisse werfen ihren Schatten voraus und führen beim Goldpreis im frühen Dienstagshandel zu einer nahezu unveränderten Seitwärtstendenz.
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von Jörg Bernhard
Zum einen warten die Märkte auf das Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi-Jinping und die daraus resultierenden Entwicklung des Nahostkonflikts, zum anderen spielen aber auch die Zinserwartungen im Vorfeld wichtiger US-Inflationsdaten eine wichtige Rolle. Letztere sollen um 14.30 Uhr veröffentlicht werden. Laut von Trading Economics veröffentlichten Umfragen unter Analysten soll sich die Inflationsrate von 3,3 auf 3,4 Prozent erhöht haben und die Kernrate bei 2,6 Prozent verharren. Die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit dem Iran schwanden indes weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, eine Waffenruhe mit dem Iran befinde sich "auf der Intensivstation". Zuvor hatte Teheran einen US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts abgelehnt und an Forderungen festgehalten, die Trump als "Müll" bezeichnete. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von etwas mehr als vier Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres niedrigere Leitzinsen als heute sehen werden. Mit über 27 Prozent gelten Zinserhöhungen jedoch als deutlich wahrscheinlicher - und dies bremst den Goldpreis derzeit weiterhin aus.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 4,00 auf 4.724,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Anhaltender Drang nach oben
Der Ölpreis tendierte weiter bergauf, da die Gespräche zur Beendigung des US-israelischen Kriegs gegen den Iran zunehmend fragil wirkten. Die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormus hat bereits zu Exportkürzungen geführt. Laut Medienberichten ist die Ölproduktion der OPEC im April auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten gefallen. Aufgrund des geringeren Ölangebots drohen weitere Rückgänge der gelagerten Ölreserven. Auf kurze Sicht dürfte nun der für den Abend angekündigte Wochenbericht des American Petroleum Institute (22.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Zur Erinnerung: Vor einer Woche wurde ein Lagerrückgang um 8,1 Mio. Barrel gemeldet.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,83 auf 99,19 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,93 auf 105,14 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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