MÄRKTE USA/Börse von Gleichschritt bei Öl und Renditen nach oben belastet


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DOW JONES--Die Wall Street dürfte ihre Abschläge des Vortages am Donnerstag ausbauen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Die Belastungsfaktoren des Vortages haben dabei Bestand, denn gedrückt wird die Stimmung von steigenden Ölpreisen wie auch anziehenden Anleiherenditen. Anleger räumten der Entwicklung bei Ölpreisen und Anleiherenditen derzeit Vorrang gegenüber erhofften Gewinnen durch Künstliche Intelligenz im Technologiesektor ein.

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Da die steigenden Ölpreise erneut Inflationssorgen schürten, sei es auch wenig verwunderlich, dass die Anleiherenditen wieder Fahrt aufnähmen, heißt es im Handel. Denn Öl und Marktzinsen ziehen im Gleichschritt an. Dass das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung am Vorabend im laufenden Jahr eine weitere Zinserhöhung in Aussicht stellte, passt da ins Bild.

"Die globalen Aktienmärkte fallen am Donnerstag, da steigende Rohölpreise und zunehmende Spannungen im Nahen Osten die Sorgen vor Stagflation neu entfachten und damit eine Rally beendeten, die die wichtigsten Indizes wieder in Richtung ihrer Rekordhochs geführt hatte", erläutern die Analysten von Tickmill. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fallen einen Tick besser als gedacht aus, liefern in der Zinsdebatte aber keine neuen Erkenntnisse.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen wieder auf Mehrdekadenhochs. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 5,33 Prozent 5 Basispunkte mehr als am Vortag ab. Die Inflationsrisiken bleiben laut Sitzungsprotokoll der US-Notenbank nach oben gerichtet. Die Märkte messen einer weiteren US-Zinserhöhung am 28. Oktober eine Wahrscheinlichkeit von nur 19 Prozent bei, aber eine Erhöhung bis zum Jahresende ist vollständig eingepreist.

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Der Dollar zieht mit steigenden Marktzinsen erneut an, der Dollar-Index klettert um weitere 0,2 Prozent. Der Markt erwarte eine Zinserhöhung im Dezember, gefolgt von zwei weiteren Erhöhungen im kommenden Jahr. "Wir halten das für zu aggressiv, bezweifeln aber, dass der Markt in diesem Jahr gegen diese falkenhafte Positionierung angehen will", erläutert ING-Analyst Chris Turner.

Die Ölpreise ziehen im Verlauf unentwegt an, das Fass Brent verteuert sich um 4,4 Prozent auf 104,59 Dollar. Händler erklären die Ölpreisrally mit fortgesetzten Angriffen auf die zivile Schifffahrt im Persischen Golf, neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran und Wirbelsturm Isaias, der die Ölförderung im Golf von Mexiko einschränkt. Die Goldpreise tendieren etwas fester - trotz steigender Marktzinsen und Dollar-Stärke. "Die Kursbewegung verdeutlicht einen anhaltenden Kampf zwischen makroökonomisch und technisch orientierten Händlern (...)", meinen die Analysten der Saxo Bank.

Am Aktienmarkt geraten im Technologiesektor die zinsreagiblen KI-Aktien unter Druck. Der Chiphertitel Intel verliert vorbörslich 2,5, Marvell 2 Prozent - Nvidia büßen 1 Prozent ein. Wolfspeed springen um 13,5 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Pentagon abgeschlossen hat.

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Applied Digital verzeichnet einen größeren Verlust im ersten Quartal trotz eines Umsatzanstiegs, die Titel des Betreibers von Rechenzentren büßen 1,9 Prozent ein. Der Softdrinkhersteller PepsiCo verbucht im dritten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz im Zuge der anhaltenden Trendwende, der Kurs steigt um 1,8 Prozent.

Levi Strauss fallen nach Geschäftsausweis um 3,6 Prozent, der Jeanshersteller hat die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Allerdings geht ein erheblicher Teil des Gewinnwachstums auf Zollrückerstattungen zurück. Resources Connection brechen 13,1 Prozent ein, ein Umsatzrückgang und ein höherer Verlust belasten.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,81 +0,05 4,82 4,77

5 Jahre 5,08 +0,05 5,09 5,03

10 Jahre 5,33 +0,05 5,35 5,29

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17.30

EUR/USD 1,1182 -0,1 -0,0013 1,1195 1,1186

EUR/JPY 176,99 +0,0 0,0300 176,96 176,9300

EUR/CHF 0,9323 -0,1 -0,0005 0,9328 0,9324

EUR/GBP 0,847 -0,0 -0,0001 0,8471 0,8469

USD/JPY 158,27 +0,1 0,2100 158,06 158,1400

GBP/USD 1,3199 -0,1 -0,0011 1,321 1,3204

USD/CNY 6,7021 -0,0 -0,0024 6,7045 6,7045

USD/CNH 6,7044 +0,0 0,0019 6,7025 6,7049

AUS/USD 0,694 -0,3 -0,0020 0,696 0,6959

Bitcoin/USD 82.308,50 -1,3 -1.105,84 83.414,34 83.060,25

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 92,23 +4,5 3,95 88,28

Brent/ICE 104,59 +4,4 4,39 100,20

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.124,89 +0,3 14,34 4.110,55

Silber 58,89 -2,1 -1,26 60,15

Platin 1.645,20 +0,9 14,38 1.630,82

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 08, 2026 08:47 ET (12:47 GMT)

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