Aktien von SoftBank, Advantest und Tokyo Electron auf Talfahrt: Nächster KI-Ausverkauf trifft Asiens Tech-Giganten
Die nächste Verkaufswelle bei US-Halbleiterwerten trifft auch asiatische Technologieaktien. Besonders SoftBank, Tokyo Electron und Advantest geraten unter Druck.
Werte in diesem Artikel
- Die SoftBank-Aktie am Freitag unter Druck
- Auch Tokyo Electron und Advantest tiefrot
- Auslöser ist ein erneuter Ausverkauf bei US-Halbleiterwerten
Der Ausverkauf bei US-Halbleiterwerten schwappt am Freitag auch auf die Branchenvertreter nach Asien über. Die SoftBank-Aktie fällt in Tokio um 9 Prozent auf 5.424 JPY und baut ihre Verlust auf Monatssicht dabei auf rund 24 Prozent aus. Tokyo Electron->Titel verlieren daneben rund acht Prozent auf 65.100 JPY, während Advantest-Aktien mit einem Abschlag von 7,2 Prozent auf 27.505 JPY ins Wochenende gehen. Auslöser für die Kursabschläge war eine erneute Verkaufswelle bei US-Chipwerten, die am Donnerstag erfolgt ist.
SoftBank-Aktie unter den größten Verlierern
Bei der SoftBank wiegt der Rückgang besonders schwer, weil der japanische Technologieinvestor über seine Tochter Arm und seine Beteiligung an OpenAI eng mit dem KI-Handel verknüpft ist. Tokyo Electron und Advantest liefern Ausrüstung beziehungsweise Testsysteme für die Chipfertigung und reagieren deshalb besonders empfindlich auf jede Verschiebung der Investitionspläne großer Technologiekonzerne.
Aktien unterschiedlichen Gründen im Minus
Der Speicherchip-Hersteller Kioxia bricht mit einem Minus von mehr als 15 Prozent auf 52.100 JPY unterdessen an der Börse in Tokio besonders deutlich ein, allerdings aus einem anderen Grund: Ein Bundesgericht in Texas verurteilte das Unternehmen am Donnerstag zu einer Zahlung von 229 Millionen US-Dollar, weil es nach Ansicht der Geschworenen ein Patent von Viasat zu Speichertechnologie verletzt hat.
Kein einheitliches Bild in Asien
Ein einheitliches Bild ergibt sich damit nicht: Während die Kursverluste bei den Chip-Ausrüstern und bei SoftBank vor allem auf die Wall-Street-Vorgaben zurückgehen, spielt bei Kioxia ein Gerichtsurteil eine Rolle. Auch chinesische Technologiewerte gaben am Freitag nach, während Südkoreas Börsen wegen eines Feiertags geschlossen blieben.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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