Doppelrolle

SpaceX-Aktie in der Krise? Elon Musk gibt Fehler zu - "Zu sehr in Politik eingemischt"


SpaceX-Aktie in der Krise? Elon Musk gibt Fehler zu - "Zu sehr in Politik eingemischt"

Im Interview mit dem Economist räumt Elon Musk ein, sich während seiner Zeit an der Seite von Donald Trump zu stark in politische Angelegenheiten verstrickt zu haben.

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• Musk räumt im Economist-Interview politisches Übermaß ein
• SpaceX-Aktie seit IPO-Hoch deutlich gefallen
• Musk verteidigt trotz Selbstkritik die Arbeit seiner Sparbehörde DOGE

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Musks Geständnis

In einem Interview mit "The Economist", das am 23. Juli veröffentlicht wurde, äußerte sich Elon Musk erstmals selbstkritisch zu seiner Rolle in der Trump-Regierung. "Ich glaube, ich habe mich zu sehr in die Politik eingemischt. Ich habe mich ehrlich gesagt hinreißen lassen", sagte Elon Musk der Economist-Journalistin Zanny Minton Beddoes. Der Satz bezieht sich auf seine Zeit als faktischer Leiter des "Department of Government Efficiency", kurz DOGE, jener Behörde, mit der Musk im Auftrag des Präsidenten massive Kürzungen im Bundeshaushalt und Massenentlassungen in der Verwaltung durchsetzte.

Trotz des Eingeständnisses distanzierte sich Musk nicht grundsätzlich von seiner Arbeit für DOGE. Im selben Gespräch mit "The Economist" verteidigte Musk ausdrücklich die Abwicklung der US-Entwicklungshilfebehörde USAID, und erklärte, durch die Kürzungen sei niemand zu Schaden gekommen. Der Tesla-CEO äußerte sich im Interview jedoch kaum dazu, welche konkreten Details er im Rückblick als Fehler ansieht.

Politisches Engagement und die Folgen für SpaceX

Musks Doppelrolle als Unternehmer und politischer Akteur fällt zeitlich mit einer kritischen Phase für sein Raumfahrtunternehmen zusammen. SpaceX war erst im Juni diesen Jahres mit einem historischen Börsengang an die NASDAQ gegangen. Beim Ausgabepreis von 135 US-Dollar pro Aktie erreichte das Unternehmen eine Bewertung von rund 1,8 Billionen US-Dollar.

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Der politische Kontext, in dem sich Musk bewegt, gilt in der Finanzbranche als einer von mehreren Belastungsfaktoren für die Bewertung seiner Unternehmen. Bereits im Frühjahr 2025 hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, Tesla habe unter den Sorgen der Anleger über Musks politisches Engagement gelitten, weil dessen Aufmerksamkeit dadurch von seinem eigentlichen Geschäft abgelenkt werde. Das Eingeständnis vom Juli fällt somit in eine Debatte, die die Finanzwelt schon länger begleitet.

Vom Billionär zum Milliardenverlust

Die Entwicklung von Musks Vermögen in den vergangenen Wochen zeigt, wie eng sein persönliches finanzielles Schicksal mit dem Kursverlauf von SpaceX verknüpft ist. Nach dem Börsengang stieg sein geschätztes Nettovermögen laut Forbes zunächst auf 1,1 Billionen US-Dollar, womit er offiziell zum ersten "trillionaire" (deutsch: Billionär) der Geschichte wurde. Am 16. Juni erreichte sein Vermögen mit 1,45 Billionen US-Dollar seinen bisherigen Höchststand, bevor die SpaceX-Aktie einbrach und Musk auf einen geschätzten Wert von 962 Milliarden US-Dollar zurückfiel, wie Forbes-Reporter Matt Durot Ende Juni notierte. Im selben Zeitraum verlor auch Tesla an Wert, was dem Vermögen von Musk spürbar zusetzt.

Musks Blick nach vorn: Rückzug aus der Politik?

Ein Blick auf frühere Aussagen zeigt, dass Musk sein politisches Engagement bereits einmal selbstkritisch reflektiert hatte. In einem Podcast mit Katie Miller, der Ehefrau des Trump-Beraters Stephen Miller, erklärte er im Dezember vergangenen Jahres, sein Vorgehen bei DOGE sei nur teilweise erfolgreich gewesen und er würde es bei einer erneuten Gelegenheit wahrscheinlich nicht wiederholen, wie der Guardian berichtet. "Ich glaube, anstatt Doge zu machen, hätte ich mich im Grunde auf meine Unternehmen konzentriert", sagte er damals.

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Im Interview mit dem Economist wirkte Musk laut der britischen Zeitung deutlich weniger zurückhaltend und schien die Aufmerksamkeit, die ihm sein politisches Engagement einbrachte, sowie den von ihm empfundenen Einfluss regelrecht zu genießen. "Die Leute realisieren nicht, dass das, was ich sage, eintreffen wird", wird er dort zitiert. "The Economist" bezeichnete ihn in einem begleitenden Analyseartikel demnach als eine Art moderne Kassandra, zumindest aus seiner eigenen Perspektive.

Paul Schütte, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: FotoField / Shutterstock.com

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10.08.26 SpaceX Buy Deutsche Bank AG
06.08.26 SpaceX Outperform Bernstein Research
06.08.26 SpaceX Outperform RBC Capital Markets
06.08.26 SpaceX Overweight JP Morgan Chase & Co.
05.08.26 SpaceX Buy UBS AG