DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen leichter -- Rheinmetall erhält Großauftrag -- AMD, Strategy, Pfizer, NVIDIA, Nu, Micron, Nebius, Apple, Reddit, Hertz, Droneshield, Volatus, SAP im Fokus
Applied Materials-Aktie fällt trotz überraschend guter Quartalszahlen. JPMorgan sieht AIXTRON-Aktie weiter positiv. E.ON-Aktie von Regulierungsentwurf belastet. Cathie Wood verkauft weiter Palantir und setzt auf Cerebras. SFC Energy etwas optimistischer für Gesamtjahr. Talanx hebt Ausblick nach Rekordgewinn an. DAX-Konzerne machen Rekordgeschäfte.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt legte am Freitag zu.
So eröffnete der DAX bereits höher und stand auch anschließend klar im Plus. Damit machte der deutsche Leitindex wieder einen Schritt hin zum Rekordhoch, welches er am Mittwoch bei 26.573 Punkten erreicht hatte. Am Nachmittag wurde das Kursplus jedoch etwas kleiner und das Börsenbarometer verabschiedete sich mit einem moderaten Gewinn von 0,53 Prozent bei 26.440,31 Punkten ins Wochenende. Damit verbuchte das Börsenbarometer einen neuen Rekord auf Schlusskurs-Basis.
Der TecDAX startete wenig verändert, zog im weiteren Handelsverlauf aber kräftig an und notierte letztlich 1,08 Prozent stärker bei 4.106,85 Punkten.
Der DAX steuerte am Freitag auf ein neues Rekordhoch zu. Letztlich fehlte es aber an Schwung. Nachlassende Inflations- und Zinssorgen sowie Kursgewinne der SAP-Aktie stützten den deutschen Leitindex.
Nach Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sorgte die Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank für bessere Stimmung an den Aktienmärkten - auch ohne neue Fortschritte bei der Öffnung der Straße von Hormus. Die LBBW sprach weiterhin von einem "schönen Aktiensommer". Trotz des saisonalen Gegenwinds im traditionell schwierigen Börsenmonat August zeigt sich der DAX bislang robust und liegt in diesem Monat bereits mehr als drei Prozent im Plus.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An den europäischen Aktienmärkten agierten die Anleger am Freitag vorsichtig.
Der EURO STOXX 50 begann den Handelstag quasi unverändert und notierte im Anschluss zunächst leicht im Plus, bevor er am Nachmittag zurück an die Nulllinie fiel. Sein Schlussstand: 6.540,75 Punkte (-0,07 Prozent).
Zum Ende der Berichtssaison verlief der Handel vor dem Wochenende insgesamt ruhig. In einer ersten Bilanz fielen die Quartalszahlen der vergangenen Wochen positiv auf. "Die jüngste Berichtssaison ist deutlich besser ausgefallen als erwartet", stellten Ingo Koczwara und John Petersen, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz, fest. "In den USA erreichten Umsatz- und Gewinnwachstum im zweiten Quartal außergewöhnlich hohe Werte, auch Europa zeigte eine starke Ergebnisentwicklung."
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen präsentierten sich zum Wochenschluss mit leichten Abgaben.
So startete der Dow Jones nahe der Nulllinie und hielt sich im weiteren Verlauf überwiegend darunter. Schlussendlich gab er 0,2 Prozent auf 53.732,41 Zähler nach.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung unterdessen mit leichten Kursgewinnen und fiel dann ebenfalls zurück. Er gab zur Schlussglocke 0,28 Prozent auf 26.729,16 Punkte nach.
Bei insgesamt wenig neuen Impulsen stiegen die Ölpreise aufgrund ungelöster Nahost-Konflikte leicht an. Gleichzeitig bremsten überraschend gestiegene Anleiherenditen den Aktienmarkt. Der Euro wertete gegenüber einem schwächelnden Dollar spürbar auf: Nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten zu Einzelhandel und Verbraucherstimmung sowie einer moderaten Inflation rechnen die Märkte kaum noch mit weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die Börsen in Asien fanden am Freitag keine gemeinsame Richtung.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,59 Prozent bei 68.713,80 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um minimale 0,01 Prozent auf 3.927,18 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng schlussendlich 1,10 Prozent auf 25.116,85 Einheiten ab.
An den asiatischen Aktienmärkten hat sich am Freitag kein klarer Trend durchgesetzt. Aufschlägen in Seoul und Tokio standen Verluste in China und Australien gegenüber. Die übrigen Handelsplätze reihten sich dazwischen ein. Da nach den Verbraucherpreisen in den USA nun auch von den Erzeugerpreisen kein Störfeuer gekommen war, verstärkten Anleger Wetten, dass die US-Notenbank im September von einer Zinserhöhung absehen wird. Diese Annahme stützte die zinssensiblen Technologiewerte - vor allem in Südkorea und Japan. Positiv wurde das überraschend starke Wachstum in Malaysia zur Kenntnis genommen.
In China hielt die Enttäuschung über eine klare Aussage zu geldpolitischen Lockerungen an, nachdem sich die Notenbank am Vortag entsprechend unkonkret geäußert hatte. Nach zuletzt schwachen Daten waren die Rufe nach Stimuli lauter geworden.