Hoffnungsschimmer im Nahost-Konflikt: DAX schließt etwas höher -- Wall Street letztlich tiefer -- OHB: Neue Verteidigungsallianz -- Intel, ServiceNow, POET, Kongsberg, Rheinmetall, NVIDIA im Fokus
Uniper vor Börsencomeback? Stellantis plant neue Elektro-Kleinwagen. Alphabet und Blackstone planen gemeinsam KI-Rechenzentren mit Google-Chips. Musk unterliegt mit Klage gegen OpenAI-Chef Altman. Roche: Kooperation mit MPP bei Lizenzierung von Grippemittel Xofluza. Verdi verstärkt Arbeitskampfmaßnahmen bei der Telekom. HORNBACH setzt sich vorsichtigere Ziele.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich im Dienstagshandel mit Aufschlägen.
Der DAX rückte zum Auftakt bereits etwas vor und baute sein Plus im Verlauf deutlich aus. Am Nachmittag wurden die Gewinne etwas kleiner. Letztlich ging es 0,38 Prozent auf 24.400,65 Punkte nach oben.
Der TecDAX startete kaum verändert, im Verlauf ging es deutlicher nach oben. Sein Schlussstand: 3.905,32 Zähler (+1,06 Prozent).
Für Aufsehen sorgte US-Präsident Trump, der via Truth Social verkündete, einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran abgesagt zu haben. Auf Bitte mehrerer Golfstaaten liefen nun "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran. Diese Hoffnung auf eine diplomatische Annäherung stoppte den jüngsten Ölpreis-Rally. An den internationalen Märkten bleibt die Lage dennoch verhalten: Die US-Börsen konsolidieren nach ihrer jüngsten KI-Rekordfahrt weiter auf hohem Niveau, und auch aus Asien fehlten positive Impulse für den europäischen Handel.
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An den europäischen Börsen wagten sich Anleger am Dienstag kaum aus der Deckung.
Der EURO STOXX 50 startete etwas fester und verteidigt die Gewinnzone weiter. Im weiteren Verlauf fiel er dann jedoch erneut an die Nulllinie zurück. Letztlich reichte es für ein kleines Plus von 0,16 Prozent bei 5.858,11 Punkten.
Für eine leichte Entspannung sorgten Aussagen von US-Präsident Trump, der einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran vorerst ausgesetzt hat. Dies wird an den Märkten als Signal gewertet, dass die diplomatischen Gespräche zwischen Washington und Teheran andauern. Parallel dazu gaben die Renditen am Anleihemarkt leicht nach, was Investoren etwas aufatmen lässt.
Zuletzt hatte der Sprung der Renditen auf Mehrjahreshochs die Angst vor einer Stagflation befeuert und die Sorge geschürt, dass die hohen Staatsschulden unhaltbar werden könnten. Diese Turbulenzen an den Rentenmärkten dürften, zusammen mit den geopolitischen Spannungen, ganz oben auf der Agenda des Treffens der G7-Finanzminister und Notenbankchefs in Paris stehen.
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An den US-Börsen ging es am Dienstag nach unten.
Der Dow Jones Industrial startete nahe der Nulllinie und gab in der Folge nach. Er verabschiedete sich 0,65 Prozent tiefer bei 49.364,37 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung bereits schwächer und verharrte auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 25.870,71 Zähler (-0,84%).
Die US-Börsen schlossen am Dienstag etwas leichter. US-Präsident Donald Trump erklärte, er verzichte vorerst auf einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran. Anleger werteten dies als Zeichen, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran noch nicht abgebrochen sind. Gleichzeitig warnte Trump, das US-Militär sei jederzeit zu einem umfassenden Angriff bereit, sollte kein akzeptables Abkommen zustande kommen. Die Aussagen konnten die Märkte daher nur begrenzt stützen.
Belastend wirkten zudem nachlassende Dynamik bei Halbleiterwerten und Gewinnmitnahmen. Im Verlauf ließ der Verkaufsdruck allerdings etwas nach, nachdem Trump erklärte, der neue Fed-Chef Kevin Warsh könne unabhängig handeln.
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Die Börsen in Fernost zeigten sich am Dienstag uneinheitlich.
In Tokio verlor der Nikkei 225 zum Handelsende 0,47 Prozent auf 60.527,58 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland schloss der Shanghai Composite unterdessen 0,92 Prozent höher bei 4.169,54 Punkten.
Gewinne wurden unterdessen ebenfalls aus Hongkong gemeldet, wo der Hang Seng mit einem Aufschlag von 0,48 Prozent bei 25.797,85 Punkten in den Feierabend ging.
Die Absage eines US-Angriffs auf den Iran durch Donald Trump sorgte an den Märkten nur bedingt für Erspannung. Laut dem US-Präsidenten erfolgte der Schritt auf Bitte einiger Golfstaaten, da im Hintergrund ernsthafte Verhandlungen laufen. Dass die Lage nervös bleibt, zeigt der Ölpreis: Die Sorte Brent verharrt in Asien bei über 109 Dollar, da die strategisch wichtige Straße von Hormus für Transporte gesperrt bleibt.
Zusätzlich drückte eine Verkaufswelle im Chipsektor auf die Stimmung in Asien, nachdem auch die Wall Street bereits Federn lassen musste. Vor den richtungsweisenden Quartalszahlen des KI-Schwergewichts NVIDIA am Mittwochabend nehmen viele Anleger Gewinne mit. Die Zahlen gelten als Belastungstest für den gesamten KI-Hype. Besonders hart trifft es die Tech-Börse in Seoul, wo der Kospi deutlich nachgibt - hier spielen nach einer Rally von über 70 Prozent seit Jahresbeginn auch charttechnische Gewinnmitnahmen eine Rolle.
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