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Meta-Aktie fällt: Facebook-Mutter trennt sich von 10 Prozent der Belegschaft

24.04.26 17:04 Uhr

NASDAQ-Aktie Meta im Minus: Facebook-Mutter streicht rund 10 Prozent der Stellen | finanzen.net

Die geplante Entlassung von fast 8.000 Mitarbeitern beim Facebook-Konzern Meta ist ein Zeichen der Zeit: Künstliche Intelligenz ersetzt Jobs von Menschen in der Tech-Wiege Silicon Valley.

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Meta-Chef Mark Zuckerberg signalisierte bereits im Januar, wohin die Reise geht. 2026 sei das Jahr, in dem KI anfangen werde, die Arbeitsweisen "dramatisch" zu verändern. Man erlebe, dass "Projekte, die früher ein großes Team brauchten, nun von einer einzigen, sehr begabten Person erledigt werden", schwärmte der Facebook-Gründer.

Vier Wochen Ungewissheit

Das warf schon damals die Frage auf: Was könnte das für die Jobs bedeuten? Jetzt kommt die Antwort: Rund jeder zehnte Beschäftigte bei Meta wird am 20. Mai entlassen. Außerdem sollen etwa 6.000 bereits freie Stellen nicht besetzt werden.

Es ist allerdings erst April - und der Belegschaft stehen damit rund vier Wochen quälender Ungewissheit bevor, wer den Job behalten darf und wer gehen muss. Das sei "unglaublich aufreibend", räumte Personalchefin Janelle Gale in einer E-Mail an die Mitarbeiter ein. Aber man habe nach Leaks die noch nicht finalisierten Pläne bekanntgeben müssen.

Aufpasser für KI-Agenten

Künstliche Intelligenz ist schon seit einiger Zeit gut darin, Software zu schreiben. Das eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, Programmierer-Jobs einzusparen. Software-Code, den früher Menschen eintippten, wird heute immer häufiger von KI erzeugt. Aufgabe der Mitarbeiter ist lediglich die Kontrolle. Bei Google (Alphabet C (ex Google)) etwa kommen nach jüngsten Angaben bereits 75 Prozent des neu produzierten Programmcodes aus KI-Werkzeugen.

Der nächste Schritt sind sogenannte KI-Agenten: Software, die eigenständig Aufgaben - auch Abfolgen davon - erfüllen kann. In einer zweiten Meta-Mail, von der das "Wall Street Journal" berichtete, schrieb der Technikchef und Zuckerberg-Vertraute Andrew Bosworth, das darin die Vision für die Zukunft des Konzerns liege. Die KI-Agenten sollten den Großteil der Arbeit erledigen. Die Rolle der menschlichen Mitarbeiter sei, sie "anzuführen, zu prüfen und ihnen zu helfen, besser zu werden", zitierte die Zeitung aus der E-Mail.

Kahlschlag bei Bezahldienst

Kaum eine Woche vergeht derzeit im Silicon Valley ohne die Ankündigung von Stellenstreichungen - meist in der Größenordnung einiger Hundert Jobs. Doch rund zwei Monate vor der Meta-Ankündigung griff der Zahlungsdienstleister Block des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey zu einem Kahlschlag: Mehr als 4.000 der zuvor 10.000 Beschäftigten mussten gehen.

Auslöser für die Massenentlassung seien nicht finanzielle Probleme, schrieb Dorsey damals beim Twitter-Nachfolgedienst X. Das Geschäft wachse und werde profitabler. "Aber etwas hat sich verändert." Man sehe, dass KI-Werkzeuge im Zusammenspiel mit kleineren Teams eine "neue Art zu Arbeiten" ermöglichten, mit der sich grundlegend verändere, wie man ein Unternehmen aufbaue und führe.

Dorsey ging sogar noch weiter und prophezeite, dass binnen eines Jahres "die Mehrheit der Unternehmen" zu solchen Schlüssen kommen und ähnliche strukturelle Veränderungen anstoßen werde.

Bei Meta unterdessen hieß es zur Begründung für die Entlassungen, man wolle das Unternehmen effizienter machen und Ausgaben ausgleichen. Meta investiert gerade in großem Stil in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Allein für dieses Jahr wurden Kapitalinvestitionen zwischen 115 Milliarden und 135 Milliarden US-Dollar (98,44 Mrd bis 115,56 Mrd Euro) in Aussicht gestellt.

In den vergangenen Tagen war Meta bereits in den Schlagzeilen, weil sich im Netz eine interne Ankündigung verbreitete, wonach Mitarbeiter des Konzerns sich darauf einstellen müssen, dass ihre Computer-Nutzung von Software aufgezeichnet werden soll - damit künftige KI-Modelle daraus lernen können.

Im NASDAQ-Handel notiert die Meta-Aktie zeitweise 1,32 Prozent tiefer bei 667,88 US-Dollar.

/so/DP/jha

MENLO PARK (dpa-AFX)

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Bildquellen: rafapress / Shutterstock.com, mundissima / Shutterstock.com

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