MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Euro unter Druck auf 18-Monatstief
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DOW JONES--Zurückhaltend geht es am Montagvormittag an den Börsen in Europa zu. Wirtschaftsthemen treten gegenüber der Politik in den Hintergrund. Im Fokus stehe zunächst weiter der Ölpreis, dazu kämen die Sorgen um die finanzielle Stabilität in Frankreich, heißt es im Handel. Letzteres setzt vor allem dem Euro zu. Zu Verunsicherung trägt hier auch bei, dass in Spanien bereits im kommenden Monat vorgezogene Parlamentswahlen stattfinden. Der Euro fällt auf ein 18-Monatstief zurück, er kostet 1,1201 Dollar, lag im Tagestief aber auch schon bei 1,1161 Dollar.
Beim Ölpreis treibt um, dass er trotz der jüngsten G-7-Vereinbarung, strategische Reserven freizugeben, und wieder funktionierender Pipelines in Saudi-Arabien wieder um 101 Dollar kostet. Am Freitag hatte er zwischenzeitlich unter 99 Dollar gelegen.
Der DAX steigt nach einem knapp behauptetet Start um 0,2 Prozent auf 25.1281 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,1 Prozent zu. Am Anleihemarkt geht es seitwärts mit den Renditen, nachdem diese zuletzt gesunken waren.
Die Erleichterung über die etwas schwächeren US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag und in der Folge weiter ausgepreiste Zinserhöhungserwartungen für Oktober sei überbetont worden, meint ein Marktteilnehmer zur Stimmungslage. Letztlich habe es nur eine Art Umbuchung in den Erwartungen gegeben. Denn während die Erwartung für eine Zinserhöhung im Oktober gefallen sei, sei sie für Dezember kräftig von 36 auf fast 70 Prozent nach oben geschossen. Die 10-jährigen US-Anleihen rentieren aktuell mit 5,26 Prozent, was dem Durchschnittswert der Vorwoche entspricht.
Der Markt warte nun auf den ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor am Nachmittag. Sollte sich hier Lohndruck zeigen, könnte die Zuversicht nach dem Job-Report schnell wieder einen Dämpfer bekommen.
Mit Blick auf Frankreich gilt das Augenmerk den dortigen sozialen Unruhen, vor allem aber den steigenden Zinslasten. Den Rücksetzer bei den Marktzinsen in Deutschland am Freitag hätten die Renditen französischer Anleihen nicht mitgemacht, heißt es. Die Sorgen wegen Frankreichs sich verschlechternder Haushaltslage, anhaltender Haushaltsdefizite und politischer Unsicherheit hätten die Zinsdifferenz der Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit der Eurokrise getrieben. Aktuell weitet sich die Zinsdifferenz zwischen Deutschland und Frankreich wieder aus.
Von revidierten Einkaufsmanagerdaten aus Europa kommen kaum Impulse, sie sind nah an den Erstlesungen ausgefallen.
Unter den Einzelwerten sacken in Paris Schneider Electric in Paris um 8 Prozent ab angesichts einer Milliardenübernahme. Die industrielle Logik hinter dem Kauf des US-Softwareunternehmens PTC kommt dagegen gut an. Mit über 20 Milliarden Dollar wäre es die größte Übernahme in der Firmengeschichte von Schneider.
Deutsche Autoaktien zeigen sich mit Gewinnen von je gut 1 Prozent. Continental gewinnen 2,5 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Aktie auf "Overweight" erhöht hat. Dass der Ifo-Branchenindex der Autohersteller überraschend düster ausgefallen ist, belastet nicht. Nach den letzten Erholungszeichen wie den erholten Exporterwartungen während der Sommermonate, brach er nun ein. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage deutlich schlechter als im August und rechnen mit einer sinkenden Ertragslage.
In Kopenhagen geht es für Novo um 1,1 Prozent nach unten. Der Pharmariese hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Mitteilung erhalten, dass die Prüfung des Wirkstoffs Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A noch andauert.
Carl Zeiss verlieren nach einer Abstufung auf "Sell" durch Goldman Sachs 2,9 Prozent.
Index zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 6.246,82 +0,1 8,32 6.238,50 7,9
Stoxx-50 5.326,00 +0,5 27,64 5.298,36 8,3
DAX 25.280,66 +0,2 49,46 25.231,20 3,2
MDAX 30.486,81 +0,1 36,81 27.039,42 -0,4
TecDAX 4.071,88 -0,3 -10,04 3.091,28 12,4
SDAX 18.254,19 +0,3 59,49 13.062,07 6,3
FTSE 10.508,70 +0,5 46,75 10.461,95 5,8
CAC 7.852,92 -0,6 -44,27 7.897,19 -3,6
SMI 13.740,71 +0,6 79,79 13.660,92 3,6
ATX 6.714,15 -0,1 -4,10 6.718,25 26,1
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:59
EUR/USD 1,1205 -0,4 -0,0048 1,1253 1,1256
EUR/JPY 176,78 -0,5 -0,8300 177,61 177,6800
EUR/CHF 0,9289 -0,4 -0,0037 0,9326 0,9333
EUR/GBP 0,8466 -0,4 -0,0030 0,8496 0,8505
USD/JPY 157,76 -0,0 -0,0700 157,83 157,8300
GBP/USD 1,3233 -0,1 -0,0008 1,3241 1,3231
USD/CNY 6,7045 +0,0 0,0015 6,7045 6,7045
USD/CNH 6,7072 +0,0 0,0011 6,7061 6,7060
AUS/USD 0,6962 +0,1 0,0009 0,6953 0,6948
Bitcoin/USD 86.369,30 +0,7 554,24 85.815,06 85.179,46
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 89,69 -1,6 -1,42 91,11
Brent/ICE 100,79 -1,4 -1,46 102,25
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.166,82 +0,6 24,48 4.142,34
Silber 61,73 +2,2 1,34 60,39
Platin 1.733,40 +2,1 35,03 1.698,37
(Angaben ohne Gewähr)
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/gos
(END) Dow Jones Newswires
October 05, 2026 04:30 ET (08:30 GMT)
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