MÄRKTE EUROPA/Börsen resistent gegen Iran-News
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DOW JONES--Etwas zurückhaltender zeigen sich Europas Börsen am Dienstagmittag. Die Euphorie des Vortages ist einer etwas nüchternen Betrachtung der Lage rund um den Iran gewichen. Der DAX gibt 0,6 Prozent ab auf 25.234 Zähler, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,9 Prozent auf 6.084 Punkte.
Händler werten dies aber nicht als negativ: Die neue Handelswoche habe nach dem langen Pfingstwochenende eigentlich erst jetzt begonnen, daher zeige die Börsen Standhaftigkeit gegenüber der Nachrichtenlage. Schließlich habe es neue Scharmützel im Persischen Golf gegeben, die aber zu keiner Eskalation geführt hätten. Für Anleger ist vor allem wichtig, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus langsam wieder aufgenommen wird. Der Brent-Ölpreis zieht wieder um 2,4 Prozent an, notiert damit aber weiter nur leicht über der 98-Dollar-Marke. Auch die Anleihemärkte zeigen sich entspannt und weisen fallende Renditen auf.
Michael Nizard, Leiter des Multi-Asset-Handels bei Edmond de Rothschild Asset Management bleibt daher trotz der unsicheren Gemengelage positiv gestimmt: Denn zu den Signalen von Ölpreis bis über Renditen und Inflation mehrten sich die Zeichen, dass auch Russlands Offensive in der Ukraine an Momentum verliere. Daher dürfte sich die Risikostimmung in Europa leicht verbessern, und jeder Hinweis auf eine Entspannung rund um Hormus senke die Energiepreise. Überdies sei die Berichtssaison für das erste Quartal in Europa solide gewesen, mit rund 60 Prozent übertroffenen Erwartungen.
Die Kursbewegungen sind europaweit eher gedämpft. Nach der jüngsten Rally geben Chipaktien um 1 Prozent ab wegen Gewinnmitnahmen. Infineon verlieren 0,6 Prozent, ASML 1,9 Prozent. Auch Aixtron und Suss Microtec notieren leichter. Gesucht sind indes die Bergbauwerte mit rund 1 Prozent Plus im Sektor.
Fresenius Medical Care (FMC) notieren wieder unverändert zum Vortag, nachdem sie am Morgen mit über 1 Prozent Plus die Gewinnerliste im DAX angeführt haben. Der Dialysekonzern hat ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von rund 1 Milliarde Euro beschlossen. Es soll kurzfristig starten und innerhalb von zwölf Monaten in Tranchen durchgeführt werden. Fresenius hat kürzlich ein Aktienrückkaufprogramm in gleicher Höhe abgeschlossen.
Größter Verlierer in Europa sind derweil Ferrari mit minus 6,6 Prozent nach der Vorstellung ihres ersten E-Autos. Händler äußerten große Bedenken über die Absatzchancen. "Die Optik hat üble Erinnerungen geweckt an das Jaguar-Desaster vor rund zwei Jahren", sagte ein Händler. Die britische Marke sei damals mit ihrem Rebranding komplett gescheitert. Beim Ferrari "Luce" sehe man Ähnliches, da sich der erste vollelektrische Bolide mit einem neuen Design präsentiere, dass eher an japanische Mittelklasse-Wagen erinnere.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 6.083,80 -0,9 -52,86 6.136,66 5,0
Stoxx-50 5.226,24 -0,6 -29,30 5.255,54 6,3
DAX 25.233,95 -0,6 -155,15 25.389,10 3,0
MDAX 32.634,44 -0,5 -173,46 27.039,42 6,6
TecDAX 4.054,21 -1,0 -42,28 3.091,28 11,9
SDAX 18.869,88 -0,0 -2,05 13.062,07 9,9
FTSE 10.499,85 +0,3 33,59 10.466,26 5,7
CAC 8.178,88 -1,0 -79,38 8.258,26 0,4
SMI 13.558,85 +0,4 55,64 13.503,21 2,2
ATX 6.139,59 -0,1 -8,65 6.148,24 15,3
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 19:01
EUR/USD 1,1638 -0,0 -0,0005 1,1643 1,1640
EUR/JPY 185,25 +0,1 0,2400 185,01 184,9700
EUR/CHF 0,9132 +0,2 0,0020 0,9112 0,9113
EUR/GBP 0,8634 +0,2 0,0015 0,8619 0,8618
USD/JPY 159,15 +0,2 0,2600 158,89 158,8900
GBP/USD 1,3478 -0,2 -0,0023 1,3501 1,3500
USD/CNY 6,785 +0,0 0,0008 6,7842 6,7842
USD/CNH 6,7831 -0,0 -0,0006 6,7837 6,7826
AUS/USD 0,7165 -0,1 -0,0008 0,7173 0,7172
Bitcoin/USD 77.179,61 -0,0 -27,50 77.207,11 77.718,04
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 92,55 -4,2 -4,05 96,6
Brent/ICE 98,53 +2,5 2,39 96,14
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.519,11 -1,1 -51,45 4.570,56
Silber 76,07 -2,6 -2,01 78,08
Platin 1.943,10 -1,2 -24,52 1.967,62
(Angaben ohne Gewähr)
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DJG/mod/cln
(END) Dow Jones Newswires
May 26, 2026 07:37 ET (11:37 GMT)
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