MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Rigide US-Inflationsbekämpfung bremst
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FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach sind Europas Aktienmärkte am Freitag in den Handel gestartet. Deutliche Worte von Fed-Präsident Jerome Powell zu den anstehenden Zinserhöhungen haben die Börsenlaune seit dem Vorabend etwas belastet. "Die 50 Basispunkte liegen für Mai auf dem Tisch", sagte Powell auf der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds. Zwar wird diese Erhöhung im Mai an den Märkten bereits eingepreist, die klaren Worte von Powell unterstreichen aber erneut, dass Inflation bei der US-Notenbank noch vor dem Arbeitsmarkt Priorität genießt. Der DAX verliert 1,3 Prozent auf 14.315 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,3 Prozent auf 3.875 Zähler.
In den USA sind die Zinsschritte angesichts des Booms am Arbeitsmarkt zu verkraften. EZB-Chefin Lagarde sorgte dagegen mit ihrem Auftritt für Verwunderung, da sie sich trotz der hohen Inflation offen hält, die Zinsen nicht zu erhöhen. "Das setzt den Euro wieder kräftig unter Druck", sagt ein Händler. Die Devise fällt steil zurück auf 1,08 Dollar und beendet damit ihre Seitwärtskonsolidierung.
Einkaufsmanager von Nach-Corona-Öffnung gestützt
Dazu gibt es erste Einkaufsmanager-Indizes (PMI) für Industrie- und Dienstleistungsbereich für April: Hier wirkt ein besserer Index für den Servicebereich aus Frankreich sogar stützend auf den Euro. Ebenso ist in Deutschland dieser Bereich besser gelaufen, was Händler aber nur auf die Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten nach Corona zurückführen. Der in Deutschland wichtigere Industrie-Bereich lag mit 54,1 unter der Erwartung.
Auf Firmenseite überraschen oft bessere Quartalszahlen oder Ausblicke. Auch wenn es am Freitag nicht so deutlich ist, zeigen sich in dieser Berichtssaison in vielen Branchen wenig Belastungen durch Krieg oder Energiepreisanstieg - oder die Firmen können sie erfolgreich an den Verbraucher weiterreichen, was der Markt honoriert.
Starke Zahlen von Salzgitter und Vinci - SAP und Kering gebremst
Die Geschäftszahlen von Salzgitter sind besser ausgefallen. Die Aktien steigen gegen den Markt 0,7 Prozent. Citigroup nennt als positive Faktoren eine Margenausweitung bei Stahl, ein besseres Handelsgeschäft und einen höheren Ergebnisbeitrag durch Aurubis als erwartet. Salzgitter hat daraufhin die Prognosen für das laufende Jahr angehoben.
Auch bei Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci läuft es rund: Die Erlöse lagen laut der Citigroup 16 Prozent über der Marktschätzung. Sowohl das Autoroutes- wie auch das Baugeschäft hätten sich gut entwickelt. Nur Gewinnmitnahmen sehen Händler daher hinter den 0,7 Prozent Minus.
Beim Autobauer Renault haben die Umsätze im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Der Volumenrückgang um 8,9 Prozent sei geringer ausgefallen als im Konsens (-12%) befürchtet. Mit nur 0,5 Prozent Minus zeigen sich die Aktien in Paris stärker als der Markt.
Gemischt fällt indes die Reaktion auf SAP aus: Der Gewinn ging hier deutlich herunter, die Belastung durch das eingedampfte Russland-Geschäft macht sich bemerkbar. In der Cloud lief es gut, jedoch habe Sapphire Ventures diesmal fast nichts zum Gewinn beigetragen. Entsprechend fallen die Aktien 3,5 Prozent.
In der Luxus- und Modebranche läuft es ebenfalls nicht überall rund: So hat Kering Erstquartalszahlen mit Licht und Schatten vorgelegt. Die Umsätze liegen laut RBC zwar 6 Prozent über den Schätzungen, allerdings hätten Tochterfirma Gucci die Erwartungen nicht erfüllt. Hier machte sich die Entwicklung in China negativ bemerkbar, die Aktien fallen 6 Prozent.
Auch mit der Aktie des Brillenherstellers Essilorluxottica geht es trotz besseren organischen Wachstums um 3 Prozent nach unten. Hier hatte man sich vom Europa-Geschäft mehr versprochen.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.875,02 -1,3% -53,01 -9,9%
Stoxx-50 3.743,95 -1,0% -37,18 -2,0%
DAX 14.314,73 -1,3% -187,68 -9,9%
MDAX 31.163,56 -0,9% -279,80 -11,3%
TecDAX 3.211,24 -1,8% -59,38 -18,1%
SDAX 14.361,72 -0,9% -130,76 -12,5%
FTSE 7.591,38 -0,5% -36,57 +3,3%
CAC 6.639,27 -1,1% -75,83 -7,2%
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 0,95 +0,01 +1,13
US-Zehnjahresrendite 2,93 +0,03 +1,42
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:30 Uhr Do, 17:30 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0809 -0,3% 1,0844 1,0854 -4,9%
EUR/JPY 138,31 -0,6% 138,79 139,41 +5,7%
EUR/CHF 1,0316 -0,2% 1,0339 1,0322 -0,6%
EUR/GBP 0,8370 +0,7% 0,8336 0,8317 -0,4%
USD/JPY 127,97 -0,3% 127,99 128,45 +11,2%
GBP/USD 1,2913 -0,9% 1,3008 1,3053 -4,6%
USD/CNH (Offshore) 6,4982 +0,3% 6,4933 6,4728 +2,3%
Bitcoin
BTC/USD 40.703,36 -0,1% 40.690,68 42.502,03 -12,0%
ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 103,21 103,79 -0,6% -0,58 +40,7%
Brent/ICE 107,40 108,33 -0,9% -0,93 +40,3%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.953,02 1.951,50 +0,1% +1,52 +6,8%
Silber (Spot) 24,49 24,65 -0,7% -0,16 +5,1%
Platin (Spot) 969,10 971,34 -0,2% -2,24 -0,1%
Kupfer-Future 4,70 4,71 -0,3% -0,02 +5,5%
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DJG/mod/cln
(END) Dow Jones Newswires
April 22, 2022 03:54 ET (07:54 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 26.08.26 | SAP SE Neutral | UBS AG | |
| 28.07.26 | SAP SE Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 27.07.26 | SAP SE Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 27.07.26 | SAP SE Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 27.07.26 | SAP SE Buy | UBS AG |
