MÄRKTE USA/Gut behauptet - Ölpreise geben deutlich nach

27.05.26 22:15 Uhr

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DOW JONES--Mit leicht positiven Vorzeichen hat die Wall Street zur Wochenmitte den Handel beendet. Die Rekordjagd setzte sich dennoch fort, alle drei Indizes schlossen auf Rekordhochs. Die Lage im Nahost-Konflikt stand zwar im Fokus, war aber dazu angetan, zurückhaltend zu agieren, hieß es. Auch die jüngste KI-Euphorie nahm eine Auszeit. Hier hatten zuletzt die Aktien aus dem Sektor mit Verweis auf in der Berichtssaison überwiegend stark und ermutigend ausgefallene Unternehmenszahlen deutlich zugelegt. Nun kam es vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Für die Aktien von KI-Flaggschiff Nvidia ging es um 1,1 Prozent nach unten.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,4 Prozent auf 50.644 Punkte. Der S&P-500 schloss einen Punkt höher und für den Nasdaq-Composite ging es um 0,1 Prozent nach oben. Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 1.459 (Dienstag: 1.876) Kursgewinner und 1.300 (909) Kursverlierer. Unverändert schlossen 66 (67) Titel.

Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognose für den S&P-500 zum Jahresende von 7.600 auf 8.000 Punkte erhöht - begründet mit starken Unternehmensgewinnen. Vom Schlusskurs am Dienstag entspricht das einem Potenzial von gut 6 Prozent. Seit Jahresbeginn ist der S&P-500 um knapp 10 Prozent gestiegen.

Daneben waren die Blicke bereits auf Donnerstag gerichtet, wenn mit dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank auf der Agenda steht. Es könnte Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh liefern. Aktuell wird im laufenden Jahr am Zinsterminmarkt praktisch mit keiner Zinssenkung gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit am Jahresende höherer Leitzinsen wird bei rund 45 Prozent gesehen, wobei eine eventuelle Zinserhöhung eher am Ende des Jahres gesehen wird.

Trotz des noch fragil wirkenden Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran nach den jüngsten US-Luftangriffen in der Nähe der Straße von Hormus fielen die Ölpreise deutlich und griffen die Abwärtsbewegung vom Montag wieder auf. Brent-Öl verbilligte sich um 4,5 Prozent. Mit 95,06 Dollar scheint sich der Preis allmählich weiter von der 100-Dollar-Marke nach unten abzusetzen. US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Regierung bevorzuge eine diplomatische Lösung mit dem Iran.

Für etwas Entspannung hinsichtlich der Inflationsbefürchtungen sorgten die fallenden Ölpreise. Die Zehnjahresrendite sank um 1 Basispunkt auf 4,48 Prozent und liegt rund 20 Basispunkte unter dem jüngsten Mehrjahreshoch.

Der Dollar zeigte sich nach den jüngsten Abgaben leicht erholt. Der Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu. Die Anleger blieben angesichts eines möglichen Friedensabkommens im Nahen Osten und der baldigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsichtig optimistisch, hieß es. Zudem dürften die Inflationsdaten am Donnerstag einen Impuls liefern.

Der Goldpreis gab den dritten Handelstag in Folge nach. Für die Feinunze ging es um 1,2 Prozent auf 4.451 Dollar nach unten. Vor allem die Erwartung steigender Zinsen bereitete Sorgen. Höhere Zinsen belasten in der Regel den Goldpreis. Händler warten nun auf die Daten zum Index der persönlichen Konsumausgaben für April, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.

Weiter im Fokus standen Micron. Die Aktie des Speicherchipherstellers hatte am Vortag mit dem KI-Hype einen Satz um 19 Prozent gemacht, womit die Unternehmensbewertung die Schallmauer von 1 Billion Dollar durchbrach. Nun ging es um weitere 3,6 Prozent nach oben. Die Aktien von Western Digital gewannen 1,1 Prozent. Marvell Technology fielen nach anfänglichen Gewinnen um 4,6 Prozent. Der Anbieter von KI-Hardware wird am späten Abend Geschäftszahlen bekannt geben. Die Aktie hat sich in diesem Jahr dank des KI-Booms bereits mehr als verdoppelt.

Dass das Cybersicherheitsunternehmen Zscaler einen vorsichtigen Ausblick für das Geschäftsjahr abgegeben hat, weil steigende Speicherpreise und Veränderungen im Vertriebsteam für Unsicherheit sorgen, wurde mit einem Kursrutsch von 31,5 Prozent quittiert.

Boeing (+2,5%) ist bereit, die Produktion der 737-MAX-Modelle auf 47 Jets pro Monat zu erhöhen. CEO Kelly Ortberg sagte, Boeing habe eine "abschließende Überprüfung" seiner MAX-Produktion bestanden. Die Erhöhung des Produktionstempos ist entscheidend für das Ziel des Konzerns, den Barmittelverbrauch in diesem Jahr einzudämmen. Zudem soll der wachsende Bestand an bestehenden Bestellungen schneller abgearbeitet werden.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 50.644,28 +0,4 +182,60 50.461,68

S&P-500 7.520,36 +0,0 +1,24 7.519,12

NASDAQ Comp 26.674,74 +0,1 +18,55 26.656,18

NASDAQ 100 29.973,57 -0,1 -27,75 30.001,32

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,04 -0,01 4,05 4,01

5 Jahre 4,18 +0,00 4,19 4,14

10 Jahre 4,48 -0,01 4,49 4,45

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:01

EUR/USD 1,1628 0,0 0,0000 1,1628 1,1623

EUR/JPY 185,5 +0,1 0,2200 185,28 185,2100

EUR/CHF 0,9149 +0,2 0,0014 0,9135 0,9129

EUR/GBP 0,8657 +0,1 0,0009 0,8648 0,8641

USD/JPY 159,52 +0,1 0,2300 159,29 159,3300

GBP/USD 1,3428 -0,1 -0,0017 1,3445 1,3450

USD/CNY 6,7788 -0,1 -0,0072 6,7860 6,7852

USD/CNH 6,778 -0,1 -0,0065 6,7845 6,7850

AUS/USD 0,7141 -0,4 -0,0026 0,7167 0,7166

Bitcoin/USD 74.931,61 -1,4 -1.087,20 76.018,81 76.901,40

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 89,44 -4,7 -4,45 93,89

Brent/ICE 95,06 -4,5 -4,52 99,58

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.450,60 -1,2 -55,41 4.506,01

Silber 74,60 -3,1 -2,35 76,95

Platin 1.921,46 -1,9 -37,13 1.958,59

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 27, 2026 16:16 ET (20:16 GMT)

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