Puma: Setzt die Raubkatze zum Sprung an?
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Bei Puma stehen Ende Juli die Halbjahreszahlen auf der Agenda. Analysten dämpften zuletzt die Euphorie für Q2, sind auf Jahressicht aber doch optimistisch.
Werte in diesem Artikel
Vom Jahrestief im November 2025 bis zum Hoch im Jahr 2026 bei gut 30 Euro konnte sich die Puma-Aktie nahezu verdoppeln. Anleger vertrauen darauf, dass Ihnen CEO Arthur Hoeld nach dem aktuellen Übergangsjahr ab 2027 wieder Umsatz- und Gewinnwachstum präsentiert. Zuletzt jedoch kam das Papier – trotz Fußball-Weltmeisterschaft – etwas aus dem Tritt.
Starkes Q1, schwächeres Q2
Analysten rechnen für das zweite Quartal 2026 mit einem deutlich unter dem Startquartal (Q1 2026: fast 1,9 Mrd. Euro) liegenden Umsatz. Diese Entwicklung dürfte aber maßgeblich auf die Neustrukturierung des Geschäfts mit dem Großhandel zurückzuführen sein. Zudem hatte Puma angekündigt, im Retailgeschäft in den USA weniger effiziente Vertriebskanäle aufzugeben. Neben dem Umsatzrückgang dürfte auch das EBIT, das im Startquartal mit 51,9 Mio. Euro noch überraschend positiv ausgefallen war, wieder im roten Bereich liegen.
Worauf es jetzt ankommt
In einem restrukturierungsbedingten Übergangsjahr zählen für die Marktteilnehmer vorrangig zwei Dinge: Erstens müssen strukturelle Verbesserungen erkennbar sein, die zukünftig Absatzchancen bieten und gleichzeitig die Rentabilität erhöhen. Zweitens sollten die Jahresziele – Übergangsjahr hin oder her – erreichbar bleiben. Denn hier geht es um die Glaubwürdigkeit des Managements, was in einem Restrukturierungsprozess äußerst wichtig ist. Nach Möglichkeit sollte aber auch noch ein Schuss Fantasie hinzukommen.
Fazit
Anleger erwarten vom zweiten Geschäftsquartal noch keine Trendwende bei den Zahlen, dafür aber strukturelle Verbesserungen und Verlässlichkeit bezüglich der strategischen und finanziellen Prognosen. Fantasie könnte das Unternehmen mit Aussagen zu China schüren. Wettbewerber Nike hatte im vierten Quartal 2025/26 in China einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 17 Prozent erlitten. Allerdings setzt Nike in China auf den Eigenvertrieb, während beispielsweise Adidas erfolgreich über lokale Partner vor Ort agiert. Durch den Einstieg des chinesischen Sportartikelherstellers Anta dürfte bei Puma das China-Geschäft zukünftig einen höheren Stellenwert besitzen und strategisch über den Vertrieb von Anta vor Ort erfolgen. Puma bleibt eine interessante Turnaround-Spekulation mit China-Fantasie.
Eine spannende Konstellation zeichnet sich derweil im Chart von clearvise ab. Fundamental ist zudem interessant, wie umfangreich die aktuelle Wachstumsphase noch ausfallen wird: zum Artikel
Sehr ehrgeizig in puncto Wachstum ist die BENO Holding AG, die ihr Portfoliovolumen in den nächsten Jahren mehr als verdreifachen will: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.564 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 04.07.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 06.07.26 um 8:40 Uhr.
Hinweise zu potenziellen Interessenkonflikten:
Der Autor oder eine ihm nahestehende Person halten Aktien des Unternehmens oder derivative Instrumente, die vom Kurs der Aktien abhängen.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel