Stellenstreichungen

Samsung-Aktie: Jobabbau in den USA vor Umzug der Zentrale nach Texas


Samsung-Aktie: Jobabbau in den USA vor Umzug der Zentrale nach Texas

Während die Chipsparte Rekordgewinne feiert, muss die US-Tochter hunderte Jobs abbauen, ausgerechnet im Zuge eines Umzugs nach Texas.

  • Samsung streicht in New Jersey und Texas hunderte Jobs im Zuge des HQ-Umzugs
  • Die Chipsparte boomt, das Mobilgeschäft droht laut Schätzung erstmals ins Minus zu rutschen
  • Weltweit kürzen Techkonzerne Jobs und stecken das Geld stattdessen in KI
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Samsung Electronics America streicht Stellen: Die Verlegung der eigenen US-Zentrale von New Jersey nach Texas kostet mehrere Hundert Beschäftigte den Job, berichtet Reuters exklusiv mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen. Betroffen sind 739 Stellen am Standort Englewood Cliffs, ein Großteil der Belegschaft habe aber ein Umzugsangebot erhalten. Die Samsung Electronics-Aktie notierte am Freitag in Seoul zuletzt 8,77 Prozent im Minus bei 255.000 Won.

739 Jobs in New Jersey, weitere in Texas

Ein Teil der Beschäftigten in Englewood Cliffs wurde entlassen, ohne dass Samsung die genaue Aufteilung, wie viele Mitarbeiter gekündigt und wie vielen ein Umzugsangebot gemacht wurde. Am Standort Plano in Texas verloren zusätzlich rund 100 Mitarbeitende ihren Job, darunter Kräfte aus der Mobilsparte, wie eine betroffene Person gegenüber Reuters verlautete. Parallel dazu kündigte die IT-Tochter Samsung SDS America den Abbau von 179 Stellen in Ridgefield Park an, was der Konzern jedoch ausschließlich mit der Verlegung der eigenen Nordamerika-Zentrale begründet, nicht mit einer Restrukturierung. Zum Jahresende 2025 beschäftigte Samsung Electronics rund 11.770 Menschen in den USA, einschließlich der Chipsparte.

Chipsparte im Höhenflug, Mobilgeschäft tief im Minus

Der Kontrast zur eigenen Chipsparte könnte größer kaum sein: Samsung stellte bereits Anfang Juli einen fast 19-fachen Anstieg des Betriebsgewinns im zweiten Quartal in Aussicht, getrieben von der Nachfrage nach KI-Speicherchips. Die Mobil- und Unterhaltungselektroniksparte dagegen dürfte erstmals überhaupt einen Verlust ausweisen, belastet von gestiegenen Chip-Einkaufspreisen und dem Konkurrenzdruck durch Apple sowie chinesische Hersteller bei Fernsehern und Haushaltsgeräten.

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Teil einer größeren Umzugs- und Sparwelle

Der Stellenabbau reiht sich in eine Serie ähnlicher Schritte großer Technologiekonzerne ein: Auch Microsoft und Amazon haben Jobs gestrichen und gleichzeitig Milliarden in den Ausbau von KI-Infrastruktur gesteckt. Mit der Verlegung nach Texas folgt Samsung zudem einem Muster, das unter anderem Tesla vorgemacht hat: niedrigere Steuern und eine unternehmensfreundlichere Regulierung machen den Bundesstaat für Firmenzentralen attraktiv, zumal Samsung dort bereits Chipfabriken und einen Mobilfunk-Standort betreibt.

Verlässliche Zahlen zum Ausmaß der Verluste in der Mobilsparte liefert erst der vollständige Quartalsbericht. Erst dann zeigt sich, ob der Konzern bei Fernsehern, Haushaltsgeräten und Smartphones über den laufenden Umzug hinaus weitere Einschnitte plant.

Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, M DOGAN / Shutterstock.com

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