Trotz gestrichener Milliarden: Eli-Lilly-Werk Alzey im Plan


Werte in diesem Artikel
Aktien

1,024.40 EUR -25.60 EUR -2.44 %

ALZEY (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will trotz der gestrichenen Milliardeninvestitionen die Produktionsstätte für Medikamente in Alzey Ende nächsten Jahres eröffnen. Die Reduktion werde sich auf den Ausbau der Fertigungsbereiche sowie die Produktionskapazitäten beziehen, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Was das im Detail bedeute und welche Auswirkungen das auf die geplanten Stellen an dem Standort haben werde, daran arbeite das Management noch.

Werbung

Eli Lilly (Eli Lilly) wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar (2,16 Mrd Euro) in die neue Produktionsstätte für injizierbare Medikamente im rheinhessischen Alzey stecken. Wegen der Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen hat der US-Pharmakonzern angekündigt, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren. Ursprünglich sahen die Pläne vor, in Alzey bis zu 1.000 Fachkräfte einzustellen.

Harte Kritik am Kurs der Bundesregierung

Der Standort werde wie geplant ein hochmoderner, verlässlicher und leistungsfähiger Teil des globalen Lilly-Netzwerks werden, sagte der Unternehmenssprecher. Die Eröffnung sei weiterhin für Ende 2027 geplant. Die in Alzey produzierten Medikamente würden Patienten weltweit erreichen.

Der US-Pharmakonzern kritisierte erneut den Kurs der Regierungskoalition: "Wir bedauern, dass die Bundesregierung das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in der vorliegenden Form verabschiedet hat", sagte der Sprecher. "Es ist aus unserer Sicht keine Gesundheitsreform, sondern ein Spargesetz." Der Koalitionsvertrag weise der Pharmaindustrie die Rolle einer Schlüsselindustrie zu. Das habe Erwartungen geweckt, die die jetzige Regelung bisher nicht erfülle.

Werbung

Eli Lilly verlangt Sicherheit für Investitionen

"Wir verstehen, dass wir einen finanziellen Beitrag leisten müssen", versicherte der Sprecher von Eli Lilly. "Das Ausmaß der jetzt neu entschiedenen Belastung geht jedoch deutlich zu weit." Das Gesetz enthalte mehrere Belastungen gleichzeitig: Mehr als Verdoppelung des bisherigen Herstellerabgaberabatts, verschärfte Preis-Mengen-Regelung, Rabatte auf patentgeschützte Arzneimittel, erhöhter Impfstoffabschlag.

Der neue Herstellerzwangsrabatt von 15,5 Prozent greife direkt in das Kerngeschäft der Arzneimittelindustrie ein und untergrabe Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit bei Investitionen. Von der Bundesregierung würden deshalb Maßnahmen zur Sicherstellung erwartet, dass strukturelle Reformen Innovationen belohnen und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen geschaffen werden, betonte der Unternehmenssprecher. "Solange wir hier keine positive Entwicklung sehen, halten wir an der angekündigten Reduzierung unseres Investments in Alzey fest."/glb/DP/zb

Aktuelle Eli Lilly Aktie News

Werbung

Eli Lilly Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Eli Lilly nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
04.02.26 Eli Lilly Buy Goldman Sachs Group Inc.
20.12.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
31.10.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
13.02.24 Eli Lilly and Buy Jefferies & Company Inc.
05.10.18 Eli Lilly and Outperform BMO Capital Markets

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.