XETRA-SCHLUSS/Schwach - Ölpreis über 100 USD setzt DAX zu


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DOW JONES--Mit deutlichem Minus haben sich deutsche Aktien am Mittwoch aus dem Handel verabschiedet. Händler sprachen von einem "Gift-Cocktail" aus Ölpreis- und Renditeanstieg. Wegen weiterer US-Angriffe auf iranische Tanker sprang der Brent-Ölpreis über die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. Das weckte Ängste vor weltweitem Inflationsdruck. Die zehnjährigen Bundesanleihen stiegen über 3,41 Prozent, die entsprechenden US-Bonds kletterten in Richtung 4,82er-Marke. Der DAX fiel um 1,7 Prozent auf 25.576 Zähler.

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Europaweit unter Druck standen vor allem Banken-, Konjunktur- und Konsumwerte, die als Hauptverlierer der Energiepreisexplosion gesehen wurden. Auch bei Autowerten ging es im Schnitt tiefer; Volkswagen verloren 1,8 Prozent. Profiteure waren wie üblich die Energie-Aktien und auch Versorgertitel. Für RWE ging es beispielsweise um 1,7 Prozent nach oben.

Technologiewerte litten europaweit ebenfalls unter dem Zinsanstieg. Für Infineon im DAX ging es um 2,6 Prozent nach unten. Die zuletzt oft volatilen Aktien von SAP stemmten sich aber gegen den Trend und kletterten um 0,6 Prozent. Deutsche Börse verloren 2,3 Prozent nach der Ankündigung von Wandelschuldverschreibungen im Umfang von 600 Millionen Euro. Diese können im Jahr 2031 in neue Aktien gewandelt werden. Institutionelle Anleger, die die Wandelanleihe zeichnen, verkaufen typischerweise die zugrundeliegende Aktie.

Genau umgekehrt lief es bei Docmorris ab: Deren Aktien sprangen um 6,6 Prozent nach oben, da eine neue Wandelanleihe für Eindeckungsbedarf unter Anlegern sorgte. Apotheken-Konkurrent Redcare hatte von diesem Sonderfaktor nichts und verlor daher 6 Prozent.

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Bei Auto1 ging es um 6,5 Prozent tiefer nach dem überraschenden Rücktritt von Finanzvorstand Christian Wallentin - allerdings aus familiären Gründen. Die Verluste führten Händler daher eher auf den generellen Verkaufsdruck bei Konsumaktien zurück. Nach einer Verkaufsempfehlung fielen Beiersdorf um 2,3 Prozent. Nach den Aufschlägen vom Vortag gaben Rheinmetall um 3,8 Prozent nach.

Nun richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag: Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Am Mittwochabend melden sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel bei Reden zu Wort. Noch wichtiger für die Finanzmärkte wird aber die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche sein, da sie von sehr viel größerer Unsicherheit geprägt ist. Als entscheidend werteten Marktteilnehmer daher die US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag.

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Index zuletzt* +/- % +/- % YTD

DAX 25.576 -1,7 0,0

DAX-Future 25.587 -1,1 5,4

XDAX 25.571 -1,5 4,0

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MDAX 32.078 -1,4 4,6

TecDAX 3.995 -1,0 10,1

SDAX 18.560 -1,2 7,9

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 121,27 -77,0

*gerundet

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2026 11:51 ET (15:51 GMT)

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10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
14.08.26 Rheinmetall Buy Jefferies & Company Inc.

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