Euro am Sonntag-Meldung

Kunden ignorieren System für Kfz-Notrufe

11.02.17 12:00 Uhr

Kunden ignorieren System für Kfz-Notrufe | finanzen.net

Das Notrufsystem der Kfz-Versicherer kommt nicht ins Laufen. Die Assekuranz will mit dem Unfallmeldedienst in Konkurrenz zu den Autoherstellern treten.

Werte in diesem Artikel
Aktien

420,60 EUR 1,80 EUR 0,43%

von Martin Reim, €uro am Sonntag

Seit Start des sogenannten Unfallmeldedienstes im vergangenen April haben gerade mal 75.000 Kunden die Spezialstecker geordert, die Autos an das System anschließen. Das erklärte eine Sprecherin des Versichererverbands GDV. Damit ist nur ein Bruchteil jener 500.000 Stecker im Einsatz, die zum Start bereit­standen. Das Absatzpotenzial bezifferte die Sprecherin auf sämtliche 45 Millionen Pkw, die in Deutschland zugelassen sind.



Die Assekuranz tritt mit dem Unfallmeldedienst in Konkurrenz zu den Autoherstellern. Sie bauen ein automatisches Notruf­system namens E-Call vorwiegend in Fahrzeuge der Oberklasse ein. Der E-Call wird im April 2018 für alle Neuwagen Pflicht. Die Versicherer befürchten, dass die Autohersteller dann flächendeckend den ersten Zugriff auf Unfalldaten haben. Wer die Informationen über einen Crash oder eine Panne hat, kann den Wagen in seine Partnerwerkstatt abschleppen lassen.

Beim Unfallmeldedienst müssen Fahrer den Stecker mit dem Zigarettenanzünder oder einer anderen Stromquelle verbinden und über ein Smartphone aktivieren. Ein schwerer Crash wird automatisch an Rettungsdienste gemeldet. Fahrer, die eine Panne haben, können den Notruf auch selbst auslösen.

Die Allianz, neben der HUK-Coburg Marktführer bei Kfz-Versicherungen, hat nach Angaben einer Sprecherin 7000 Stück abgesetzt - im Rahmen eines Schutzbriefes. "Die Verkaufszahlen liegen hinter den Erwartungen", sagte die Sprecherin. Der Schutzbrief kostet je nach persönlichen Tarifmerkmalen ungefähr 30 Euro. Bei der HUK-Coburg kommt der Stecker als Zusatz zur Kfz-Police nur auf neun Euro. Das Unternehmen hat laut Sprecherin immerhin 40.000 Stecker verkauft und sieht sich "im Branchenvergleich gut positioniert".

Bildquellen: Evgeny Murtola / Shutterstock.com, Refat / Shutterstock.com

Nachrichten zu Allianz

Analysen zu Allianz

DatumRatingAnalyst
29.06.2026Allianz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.06.2026Allianz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
26.05.2026Allianz UnderweightBarclays Capital
15.05.2026Allianz KaufenDZ BANK
14.05.2026Allianz Sector PerformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
29.06.2026Allianz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.06.2026Allianz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.05.2026Allianz KaufenDZ BANK
14.05.2026Allianz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.05.2026Allianz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
DatumRatingAnalyst
14.05.2026Allianz Sector PerformRBC Capital Markets
13.05.2026Allianz NeutralUBS AG
13.05.2026Allianz Sector PerformRBC Capital Markets
13.05.2026Allianz NeutralJP Morgan Chase & Co.
13.05.2026Allianz HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
26.05.2026Allianz UnderweightBarclays Capital
13.05.2026Allianz UnderweightBarclays Capital
04.05.2026Allianz UnderweightBarclays Capital
23.03.2026Allianz UnderweightBarclays Capital
30.01.2026Allianz UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Allianz nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen