Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Versuch einer Bodenbildung oberhalb von 4.000 Dollar

29.06.26 09:11 Uhr

Kampf um die Marke: Goldpreis ringt oberhalb von 4.000 Dollar um den Boden | finanzen.net

Der Goldpreis zeigte sich im frühen Montagshandel schwächer, nachdem die jüngsten Militärschläge zwischen den USA und dem Iran im Golfgebiet die Ölpreise nach oben trieben.

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von Jörg Bernhard

Steigende Rohölpreise können die Inflation anheizen und damit die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen erhöhen. Obwohl Gold grundsätzlich als Absicherung gegen Inflation gilt, verliert das Edelmetall in einem solchen Umfeld an Attraktivität, da es keine laufenden Erträge abwirft. Im weiteren Wochenverlauf dürften sich die Investoren für die anstehende Datenflut vom US-Arbeitsmarkt stark interessieren. Eröffnet wird der Zahlenreigen mit der Bekanntgabe offener Stellen (Dienstag) und dem ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni (Mittwoch) sowie dem Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums zur Lage des US-Arbeitsmarkts (Donnerstag). Sollten diese Daten auf einen robusten Arbeitsmarkt hindeuten, dürften sich die Zinssorgen eher nicht verflüchtigen und den Goldpreis möglicherweise weiter ausbremsen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 9.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 18,50 auf 4.077,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Positive Vorzeichen zum Wochenstart

Die erneute militärische Eskalation zwischen dem Iran und den USA verdeutlicht die Fragilität ihres vorläufigen Friedensabkommens und verlangsamte den Energieverkehr durch die Straße von Hormus erneut. Derzeit scheinen die Marktakteure hinsichtlich drohender Lieferengpässe bei Öl und Gas dennoch relativ gelassen zu sein. Seit Donnerstag hat sich der Schiffsverkehr erneut verlangsamt. Ursache waren neue Angriffe auf Schiffe in der Meerenge, darunter auf einen mit Katar verbundenen Öltanker. Dies löste die schwerste Eskalation zwischen den USA und dem Iran seit Abschluss ihres vorläufigen Friedensabkommens aus. Analysten der ANZ gehen davon aus, dass die physischen Öllieferungen durch Rückstaus bei Öltankern, beschädigte Infrastruktur und zeitweise stillgelegte Förderanlagen eingeschränkt bleiben und es bis zum Ende des Jahres dauern könne, bis das Angebot wieder das Niveau vor Ausbruch des Konflikts erreiche.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 9.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,69 auf 69,92 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,52 auf 73,12 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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