Goldpreis: Warsh-Rede drückt weiterhin auf die Stimmung
Der Goldpreis tendierte im frühen Freitagshandel bergab, weil zum Wochenstart die Ankündigung von US-Notenbankchef Kevin Warsh, entschlossen gegen die Inflation vorzugehen, weiterhin auf die Stimmung drückte.
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von Jörg Bernhard
Am Freitag hatte das Edelmetall mit über drei Prozent den stärksten Tagesverlust seit Anfang Juni verzeichnet. Fed-Chef Warsh bezeichnete das Inflationsziel von zwei Prozent als verbindlich und unveränderlich. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent an, dass wir bereits Mitte September eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte sehen werden. Vor einer Woche lag dieser Wert bei lediglich 41 Prozent. Zusätzlicher Inflationsdruck ging vom heutigen Anstieg der Ölpreise aus, nachdem das US-Militär am Sonntag iranische Raketenabschussvorrichtungen angegriffen hat. Es handelte sich um die erste amerikanische Militäraktion gegen den Iran seit mehr als einem Monat. US-Präsident Donald Trump hatte zwischenzeitlich den Schwerpunkt auf eine Strategie gelegt, den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 52,50 auf 4.477,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Preissprung zum Wochenstart
Die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat den Ölpreis im frühen Montagshandel um mehr als zwei Prozent verteuert. Außerdem drohte US-Präsident Donald Trump am Sonntag in einem kurzen Beitrag in den sozialen Medien, dass das iranische Energiezentrum auf der Insel Kharg massiv zerstört werde. Allerdings gab es keine Belege dafür, dass die Insel tatsächlich angegriffen wurde. Die Verhandlungen über ein Ende des Konflikts befinden sich derzeit in einer Sackgasse. Gleichzeitig bemühen sich Vermittler um eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Die Zahl der erfassten Frachtschiffe, die am Wochenende die Meerenge passierten, sank nach am Montag veröffentlichten Schifffahrtsdaten auf lediglich fünf pro Tag. Dies verdeutlicht die weiterhin große Vorsicht der Reedereien angesichts möglicher Angriffe auf Schiffe. Trump kündigte am Sonntag an, Öl aus einer kürzlich mit Venezuela geschlossenen Vereinbarung zum Auffüllen der Strategischen Erdölreserve der USA (Strategic Petroleum Reserve, SPR) zu verwenden. Deren Bestand ist auf ein Niveau nahe dem niedrigsten Stand seit 44 Jahren gefallen.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 2,39 auf 85,79 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,58 auf 90,68 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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