Trading Idee: NVIDIA — Rekordhoch trotz Zinsdruck, Ziel 250 Dollar
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Die Aktien von NVIDIA (ISIN: US67066G1040) haben zum Wochenstart ein neues Rekordhoch markiert. Mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 238,90 US-Dollar gingen die Titel des im kalifornischen Santa Clara ansässigen Chipkonzerns am Montag aus dem Handel, im Tagesverlauf kosteten sie bis zu 240,10 Dollar. Vorbörslich legen sie am Dienstag weiter zu, und der Börsenwert nähert sich damit der Marke von unglaublichen 6 Billionen Dollar.
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Bemerkenswert ist der Zeitpunkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Montag auf rund 5,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahrzehnten, was hoch bewertete Wachstumswerte normalerweise belastet. Der Technologieindex Nasdaq schloss trotzdem auf einem Rekord, getragen von wenigen grossen Titeln, allen voran NVIDIA. Die Anleger setzen offenbar darauf, dass das Gewinnwachstum des Konzerns den höheren Zinsen davonläuft. Wenige Stunden nach Börsenschluss hob BNP Paribas das Kursziel von 285 auf 345 Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung, Cantor Fitzgerald bekräftigte am selben Tag Kaufen mit einem Ziel von 350 Dollar.
Die NVIDIA-Papiere konnten am Vortag weiter deutlich zulegen und der RSI(14) nähert sich bereits dem überkauften Bereich, ohne die Schwelle von 70 Punkten bereits überschritten zu haben. Hier ist also noch Raum nach oben vorhanden, der Aufwärtstrend ist ohnehin klar intakt. Rückläufe sollten unverändert im Bereich des 10er-EMA auslaufen, der aktuell um etwa 230 Dollar notiert. Hier könnten sich dann auch neue Long-Chancen ergeben.
Seit den Quartalszahlen Ende August hat sich die Nachrichtenlage weiter verbessert. Die neue Chipgeneration Vera Rubin ist in die Serienauslieferung gegangen, und das Management rechnet mit dem schnellsten Produktanlauf der Firmengeschichte. Pro Gigawatt Rechenzentrumsleistung sieht NVIDIA damit ein Umsatzpotenzial von rund 40 Milliarden Dollar. Amazon hat die Zusammenarbeit zudem ausgeweitet und will über seine Cloud-Sparte weitere 2 Millionen Grafikprozessoren einsetzen. Weil das Wachstum nach Angaben des Konzerns derzeit eher durch die Liefermöglichkeiten als durch die Nachfrage begrenzt wird, zählt jede zusätzliche Fertigungskapazität unmittelbar.
Das Geschäftsjahr von NVIDIA endet jeweils Ende Januar. Die Schätzungen stehen bei 9,30 Dollar Gewinn je Aktie für 2026/27, 15,73 Dollar für 2027/28 und 20,25 Dollar für 2028/29. Daraus folgen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von 25,7 (2026/27), 15,2 (2027/28) und 11,8 (2028/29). Das KGV gibt an, wie viele Jahresgewinne beim aktuellen Kurs bezahlt werden. Gemessen am erwarteten Gewinn des kommenden Jahres liegt NVIDIA damit unter dem Durchschnitt des breiten US-Marktes. Die 51 Analysten, die den Wert abdecken, sehen die Aktien im Mittel bei 328,72 Dollar.
Am Optionsmarkt liegt bei 240 Dollar ein stärkerer Widerstand, an dem der Kurs am Montag zunächst hängen blieb. Gelingt der nachhaltige Sprung darüber, kann sich der Anstieg beschleunigen, weil die Absicherungen der Händler Bewegungen derzeit eher verstärken. Auf der Unterseite folgen Unterstützungen bei 200 und 195 Dollar, die stärkste liegt bei 180 Dollar. Die Knock-out-Schwelle des Scheins bei 188,26 Dollar liegt damit unter den beiden oberen Marken. Der grösste Verfall von Optionen steht am 16. Oktober an, danach kann sich das Bild neu ordnen. Die eingepreiste Schwankungsbreite liegt mit rund 29 Prozent auf Monatssicht nur leicht über den tatsächlichen Schwankungen.
Den nächsten Anstoss könnte die Entwicklerkonferenz GTC in Berlin liefern. Am 21. Oktober hält Vorstandschef Jensen Huang dort die Eröffnungsrede, und solche Auftritte nutzt der Konzern regelmässig, um neue Produkte und Partnerschaften vorzustellen.
Das grösste Risiko liegt im Zinsumfeld. Steigen die Renditen der Staatsanleihen weiter, dürfte die Bereitschaft der Anleger sinken, für Wachstum Aufschläge zu zahlen, und gerade die wenigen Titel, die den Markt zuletzt allein getragen haben, wären dann besonders anfällig. Im September stieg nur etwa jede vierte Aktie im breiten US-Leitindex, die Rekorde der Indizes ruhen also auf schmalen Schultern. Hinzu kommt der Optionsverfall am 16. Oktober, bis zu dem die Marke von 240 Dollar wie ein Deckel wirken kann. Im Geschäft selbst bleibt die Belastung der Marge durch teure Speicherchips der wunde Punkt. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 25. November und liegen ausserhalb dieses Trades.
Fazit:
Trader könnten eine Long-Position auf die Titel von NVIDIA über einen Open-End-Turbo von Morgan Stanley mit der WKN MN7JY2 in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 250 Dollar eine Rendite von 21,54% im Schein zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 228 Dollar platziert werden, was einem Verlust von 21,54% im Hebelprodukt entspräche. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading-Idee beträgt 1,00. Der Hebel liegt bei 4,53 und der Abstand zur Knock-out-Schwelle bei 21,20 Prozent.
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in NVIDIA-Aktien investiert.
| Trading-Idee: NVIDIA | |
|---|---|
| Basiswert | NVIDIA (ISIN: US67066G1040) |
| Produktgattung | Open-End-Turbo Long |
| Emittent | Morgan Stanley |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000MN7JY23 / MN7JY2 |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 4,67/4,70€ (06.10.2026, 11:48 Uhr) |
| Basispreis variabel | 188,26$ |
| Knock-out-Schwelle | 188,26$ |
| Hebel | 4,53 |
| Abstand zum Knock-out | 21,20% |
| Stop-Loss Call | 3,57€ (-21,54%) |
| Ziel Call | 5,53€ (+21,54%) |
Risikohinweis: | |
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