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DAX trotzt steigenden Ölpreisen - 25.000-Punkte-Marke in dieser Woche nachhaltig erreichbar?


DAX trotzt steigenden Ölpreisen - 25.000-Punkte-Marke in dieser Woche nachhaltig erreichbar?

Der DAX konnte seine feste Tendenz verteidigen. Während sich Chipwerte in Asien erholten, blicken Anleger gespannt auf die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

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84.25 USD 1.02 USD 1.23 %

Indizes

25,011.35 EUR 164.66 EUR 0.66 %

Trotz des nach wie vor ungelösten Krieges zwischen den USA und dem Iran hielt sich der DAX auch am Dienstag stabil. Am Nachmittag wurden die Unsicherheiten zeitweise mit abermals anziehenden Ölpreisen größer, der Leitindex konnte sich jedoch erneut klarer erholen und 0,66 Prozent auf 25.011,35 Zähler zulegen.

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IEA: Weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck

Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck. "Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die Straße von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten", sagte IEA-Direktor Fatih Birol in einer am Dienstag auf der Internetseite des Interessenverbands von Industriestaaten veröffentlichten Stellungnahme.

Lage in Nahost weiterhin Gradmesser

Nach zwei Verlustwochen in Folge hatte sich der DAX zum Wochenstart behauptet, auch wenn die Lage in Nahost unübersichtlich bleibt. Daran scheint sich auch am Dienstag zunächst nichts zu ändern. Denn zwar bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, allerdings dauern die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten an.

"Die Lage in Nahost bleibt unberechenbar. Gegenseitige Angriffe und parallel dazu stattfindende Friedensbemühungen - wohin das Pendel als Nächstes ausschlagen wird, kann niemand verlässlich sagen", erklärt Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Zuletzt habe der DAX dabei eine mehr oder weniger gut begrenzte Handelsspanne zwischen 24.700 und 25.100 Punkten etabliert, so Stanzl weiter. "Nun warten die Anleger auf Signale aus der Berichtssaison, um neue Engagements zu rechtfertigen."

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Erholung bei Chipwerten in Asien: Deutsche Halbleiter im Blick

Nach dem jüngsten Abverkauf bei Chipwerten weltweit war eine Stabilisierung bei den Titeln in Asien zu erkennen. Dort legten der Nikkei 225 und der südkoreanische KOSPI getrieben von der Erholung deutlich zu.

Auch die deutschen Halbleiterwerte sind zuletzt unter Druck geraten, allen voran DAX-Wert Infineon. Die Erholungswelle der asiatischen Chipwerte schwappt tatsächlich auch nach Deutschland und Europa über, die Papiere legen zu.

Trump holt den Zoll-Hammer wieder raus

US-Präsident Donald Trump hat einen zusätzlichen Zoll von 50 Prozent auf bestimmte Güter aus Kanada verhängt, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. Wie das Weiße Haus mitteilte, stellen die Zölle eine Reaktion auf die "diskriminierende Behandlung US-amerikanischer Produkte" durch Kanada dar. Einige Sektoren und Güter, darunter Energie, Kali und Fisch oder kritische Mineralien, sind von den neuen Zöllen ausgenommen. Die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten und betreffen kanadische Güter im Wert von etwa 20 Milliarden US-Dollar.

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EZB weiter in der Zwickmühle

Der Europäischen Zentralbank dürfte die Entwicklung in Nahost Kopfzerbrechen bereiten. "Sie bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsrisiken und Wachstumssorgen", fasste Alexander Raviol bereits am Montag vom Vermögensverwalter Lupus Alpha zusammen. Im Juni habe die EZB die Zinsen angehoben, als eine Entspannung im Iran-Krieg greifbar schien. Doch nun sei der Konflikt zurück. "Höhere Energiepreise treiben die Inflation und würgen zugleich die ohnehin schwache Konjunktur weiter ab", ergänzte Raviol.

Bei der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag erwartet der Experte daher eine Zinspause. Spannend werde aber, ob EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Erwartung steigender Zinsen im September bestätigt oder sich bewusst Spielraum offenhält. Aus Sicht von Robert Greil von der Privatbank Merck Finck kommt die Europäische Zentralbank bei weiter steigenden Ölpreisen kaum um eine zweite Zinserhöhung in diesem Jahr herum. Er rechnet allerdings mit einer Stabilisierung der Preise in den kommenden Wochen und daher auch mit stabilen Leitzinsen.

Neue DAX-Rekorde weiter kein Thema

Noch Anfang Juli hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 6. Juli und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs vom selben Tag von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.

Benedict Kurschat, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, Julian Mezger für Finanzen Verlag