DAX schließt wenig verändert -- US-Börsen tiefer -- Rheinmetall senkt Umsatzprognose -- Telekom verdient mehr -- D-Wave enttäuscht -- Siemens, IonQ, Sandisk, Commerzbank, Fluence Energy im Fokus
RENK mit Rekord-Auftragsbestand. Großbritannien billigt Warner-Bros.-Deal mit Paramount. SpaceX setzt im Weltall auf Vera-Rubin-Chips von NVIDIA. Datadog macht mehr Profit. Nintendo überrascht mit massivem Gewinnsprung. SK hynix und Samsung: Aktionäre fordern höhere Gewinnbeteiligung am KI-Boom. JPMorgan-CEO Jamie Dimon warnt vor Rekord-Verschuldung.
Marktentwicklung
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich am Donnerstag unentschlossen.
Der DAX bewegte sich nach einer stabilen Eröffnung im Zick-Zack zwischen Nulllinie, leichten Verlusten und moderaten Gewinnen. Letztlich schloss er mit einem kleinen Plus von 0,05 Prozent bei 26.140,13 Punkten.
Der TecDAX baute seinen frühen Gewinn deutlich aus und beendete den Handel 1,4 Prozent höher bei 4.001 Zählern.
Nach der Verschnaufpause zur Wochenmitte begab sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag weiter auf Richtungssuche. Anleger hoffen weiterhin auf eine Lösung im Iran-Krieg und setzen auf eine Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meerenge von Hormus. Die daran grenzenden Golfstaaten Iran und Oman stehen nach Angaben aus Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge.
Hierzulande stand zudem die Berichtssaison im Anlegerfokus. Allein aus dem DAX haben acht Unternehmen Zahlen vorgelegt.
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Die europäischen Aktienmärkte bewegten sich aufwärts.
Der EURO STOXX 50 vergrößerte sein frühes Plus etwas und ging 0,39 Prozent höher bei 6.502,56 Punkten in den Feierabend.
Die Hoffnung wächst, dass in Kürze eine Einigung über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zustande kommen könnte, nachdem Iran und Oman einen Vertragsentwurf zu diesem Zweck finalisiert haben. Im Mittelpunkt des Interesses stand jedoch weiterhin die Flut an Unternehmenszahlen im Rahmen der laufenden Berichtssaison. Händler verweisen dabei besonders auf die häufig kritische Aufnahme der Ergebnisse großer Technologiekonzerne. Antonio Di Giacomo, Marktanalyst bei XS.com, erklärte, dass die laufende US-Berichtssaison weiterhin gemischte Reaktionen hervorrufe. So habe man etwa die Zahlen und den Ausblick von AMD und SpaceX als nicht ausreichend erachtet, um die derzeit hohen Bewertungen im Technologiesektor zu rechtfertigen.
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Die US-Börsen gaben am Donnerstag nach.
Der Dow Jones Industrial rutschte im Handelsverlauf auf rotes Terrain ab und schloss 0,85 Prozent tiefer bei 53.885,16 Punkten.
Dagegen konnte der technologielastige NASDAQ Composite zeitweise ins Plus drehen, zum Handelsende stand aber ein Minus von 0,06 Prozent auf 26.348,35 Zähler.
Bremsend wirkten wieder erwachte Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen, die vor allem den Chipsektor nach unten zögen, sagen Händler. Übergeordnet stütze aber die Hoffnung, dass die Straße von Hormus bald wieder geöffnet wird. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge stehen der Iran und der Oman kurz vor einer Einigung über die Einrichtung zweier Schifffahrtsrouten, über die die Meerenge in beide Richtungen passiert werden könnte.
Konjunkturseitig lagen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche knapp unter der Konsensschätzung von Ökonomen. Sie bewegen sich noch immer auf recht niedrigem Niveau, was von einer guten Beschäftigungslage zeugt. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg im zweiten Quartal stärker als angenommen. Der Anstieg der Lohnstückkosten fiel dabei geringer aus als erwartet.
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Die Börsen in Asien notierten am Donnerstag uneins.
Der Nikkei 225 verlor letztlich 0,93 Prozent auf 65.683,26 Punkte.
Aufwärts ging es auf dem chinesischen Festland, wo der Shanghai Composite 0,57 Prozent höher bei 3.900,35 Punkten notierte.
In Hongkong fiel unterdessen der Hang Seng um 1,49 Prozent auf 25.530,28 Zähler.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Donnerstag überwiegend schwächer. Besonders deutlich gerieten Chip-Werte unter Druck, nachdem SanDisk und Western Digital enttäuschende Zahlen vorgelegt haben - die Volatilität in diesem Sektor hält damit an. Der Speicherchip-Hersteller Sandisk verzeichnete im vierten Quartal zwar einen kräftigen Umsatzanstieg, getragen von der anhaltend hohen Nachfrage durch den KI-Boom, doch der Ausblick für das laufende Quartal bewegt sich lediglich im Rahmen der Erwartungen und enttäuscht damit die Anleger. Ähnlich sieht es bei Western Digital aus: Die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal fielen zwar solide aus, der vorsichtige Ausblick auf das kommende Quartal trübt jedoch die Stimmung. Beobachter sehen darin ein erneutes Zeichen dafür, dass die Sorgen um ein Abflauen des KI-Booms wieder zunehmen.
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(23:18 Uhr)