Heute im Fokus

Iran-Konflikt im Blick: DAX schließt schwächer -- US-Börsen tiefer -- Berkshire kauft weiter bei Alphabet zu -- Geely, Infineon, BYD, Rheinmetall, Anthropic, NVIDIA, Apple, Goldpreis im Fokus

aktualisiert 17.08.26 22:01 Uhr

BVB holt Offensivspieler Konstantelias. Deutsche Telekom kauft Fiberhost und Inea in Polen. Merck erhält grünes Licht für Übernahme von Bio-Techne. Siemens-Aktie im Schatten von Siemens Energy - Betriebsrat kritisiert Abspaltungen unter Kaeser. Airbus-Konkurrent Aerospacelab erhält offenbar Großauftrag für EU-Satellitennetz.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich am Montag abwärts.

Der DAX konnte seine frühen Gewinne nicht verteidigen. Er drehte im Handesverlauf ins Minus und beendete die Sitzung 0,38 Prozent tiefer bei 26.338,61 Punkten.
Der TecDAX blieb nach einem negativen Start in der Verlustzone und schloss am Abend 0,3 Prozent schwächer bei 4.093 Zählern.

Der DAX entfernte sich am Montag weiter von seinem Rekordhoch. Dieses hatte der deutsche Leitindex am Mittwoch mit knapp 26.574 Punkten erreicht, bevor leichte Gewinnmitnahmen eingesetzt hatten.

Mit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit dem Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt sein soll - bisher ohne Einigung. "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren", sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei. Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden - in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.

Anlagestratege Mislav Matejka von der Bank JPMorgan bleibt derweil generell optimistisch für die Aktienmärkte. Grund dafür sind die steigenden Unternehmensgewinne. Trotz der Indexrekorde sei die Positionierung der Anleger weiter alles andere als extrem, schrieb er. Die Marktbreite nehme zu, was heißt, dass die Anstiege nicht nur von wenigen starken Werten getragen werden.

Hinzu kommt, dass in den USA die jüngsten Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten die Sorgen vor steigenden Leitzinsen in den USA vorerst wieder in den Hintergrund haben treten lassen.

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An den europäischen Aktienmärkten blieben die Anleger am Montag vorsichtig.

Der EURO STOXX 50 war mit einem schwachen Zuwachs gestartet und fiel anschließend an die Nulllinie zurück. Letztlich ging er mit einem kleinen Minus von 0,14 Prozent bei 6.530,45 Punkten in den Feierabend.

Im Fokus der Anleger standen weiterhin die jüngsten Unternehmenszahlen der laufenden Berichtssaison sowie die geopolitische Lage im Nahen Osten. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Konflikts sind zuletzt ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag angedeutet, dass die USA nach dem Krieg die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten.

"Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen."

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Die US-Börsen präsentierten sich zum Wochenstart zurückhaltend.

Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,51 Prozent bei 53.460,02 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite konnte seine frühen Gewinne nicht verteidigen und schloss 0,32 Prozent tiefer bei 26.644,91 Zählern.

An der Wall Street sorgte der anhaltende Nahost-Konflikt für Ernüchterung. Auch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Iran-Krieges in weiter Ferne. Statt wie geplant Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump am Wochenende mit der Ankündigung einer Übernahme der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus. Der Iran wies die Pläne zurück und stellte die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage.

Im Technologiesektor trieben Umsatzaussagen des OpenAI-Konkurrenten Anthropic die Erholung von KI-Aktien nochmals etwas voran. Das Unternehmen stärkte damit wieder die Hoffnung der Anleger, dass sich die massiven Investitionen in diese Technologie letztlich auszahlen werden.

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Die Börsen in Asien verbuchten am Montag Kursgewinne.

In Tokio notierte der Nikkei 225 schlussendlich mit einem Plus von 0,74 Prozent bei 69.220,25 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um 1,41 Prozent auf 3.982,65 Zähler.

In Hongkong legte der Hang Seng letztlich 1,34 Prozent auf 25.453,23 Einheiten zu.

In Japan bremsten schwächer als erwartete Konjunkturdaten die Stimmung etwas. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet lediglich um 1,1 Prozent. Ein verhaltener privater Konsum und sinkende Unternehmensinvestitionen bremsten die Wirtschaft, während starke Exporte von Hybridfahrzeugen und KI-Chips für positive Impulse sorgten. Ökonomen werteten die Zahlen dennoch nicht als grundsätzlichen Rückschlag.

Im Fokus der Anleger blieb derweil die angespannte Lage im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran kommen kaum voran. Zugleich ist der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus nach Angriffen auf Öltanker beeinträchtigt. Die Unsicherheit hält damit an.

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