Investitionspläne

Intel-Vorstand: Grober Zeitplan für Magdeburg steht - Intel-Aktie sinkt


Intel-Vorstand: Grober Zeitplan für Magdeburg steht - Intel-Aktie sinkt

Der US-Chiphersteller Intel steht bislang zu seinen Investitionsplänen in Magdeburg und hat einen groben Zeitplan genannt.

Werte in diesem Artikel
Aktien

113.36 EUR 1.98 EUR 1.78 %

"Bislang haben wir das Jahr 2023 für Genehmigungen eingeplant und vielleicht etwa 2024 für den Start der Bauarbeiten", sagte Intel-Vorstand Keyvan Esfarjani in einem Interview "Zeit online". "Wir haben jetzt erst einmal das Grundstück gekauft und dafür einen großen Scheck ausgestellt - trotz des wirtschaftlich unsicheren Umfelds. Die Planungen in Sachsen-Anhalt und vor allem in Magdeburg laufen sehr gut." Zugleich rückte der Intel-Vorstand die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts in den Fokus.

Werbung

Angesichts steigender Bau-, Transport- und Energiepreise unterstrich Esfarjani: "Die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung ist ein Schlüsselfaktor für uns, wir müssen schließlich den wirtschaftlichen Sturm überstehen. Es hängt alles vom Ausblick ab: Wenn sich die Wirtschaft erholt und wir wieder zurück zu mehr Stabilität kommen, dann ist alles bestens. Aber es gibt noch immer viele Engpässe, beispielsweise die Knappheit von Ingenieuren und Bauarbeitern in Deutschland. Das führt zu einem großen Kostendruck."

Es gehe nicht allein um das Bekenntnis zu Magdeburg, sondern wie Europa im Vergleich zu anderen Regionen wettbewerbsfähig bleibe. "Wir hinterfragen das Projekt nicht. Aber man kann Computerchips eben nur zu einem bestimmten Preis produzieren, wenn man international mithalten will. Und natürlich spielt die Regierung da eine Rolle, die Stadt Magdeburg, aber auch wir als Unternehmen, damit die Produktion kosteneffizient ist", sagte Esfarjani weiter.

Mit Blick auf die Energiekosten sagte er: "Deutschland hat seine eigenen Experten dafür, die wissen, wie man die Energiepreise wieder auf unter 6 bis 8 Cent bekommt. Ich kann nur sagen: Eine Chipfabrik mit Strompreisen von 50 Cent (je Kilowattstunde) ist definitiv nicht wettbewerbsfähig." Strategisch sei die Fabrik in Deutschland extrem wichtig, sagte Esfarjani mit Blick auf die Chipknappheit, unter der auch die deutsche Autoindustrie gelitten hat: "Bislang kommen die Chips aus Taiwan und China. Es ist zentral, jetzt unabhängiger zu werden."

Werbung

Im März 2022 hatte Intel bekannt gegeben, dass in Magdeburg ab 2027 Chips der neuesten Generation produziert werden sollen. In einer ersten Ausbaustufe sollen zwei Halbleiterwerke gebaut werden, mehrere Tausend Arbeitsplätze könnten entstehen. Um Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu anderen Regionen auszugleichen, hat die Politik eine Förderung in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt. Dafür muss die EU jedoch die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern.

AN der NASDAQ verliert die Intel-Aktie zeitweise 2,64 Prozent auf 28,82 US-Dollar.

/dh/DP/mis

MAGDEBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Lyao / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com

Aktuelle Intel Aktie News

Werbung

Intel Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Intel nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
21.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
14.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
14.09.26 Intel Market-Perform Bernstein Research
12.08.26 Intel Neutral UBS AG
24.07.26 Intel Halten DZ BANK

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.