MÄRKTE ASIEN/Abwärts - Ölpreise steigen kräftig - Fed verunsichert


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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Deutlicher abwärts geht es am Donnerstag an den ostasiatischen Aktienmärkten. Gegenwind kommt von mehreren Seiten: Zum einen sorgen die Aussagen der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend für Verunsicherung, worauf die Wall Street bereits mit Verlusten reagiert hatte. Zum anderen steigen die Ölpreise wieder kräftig und schüren Inflationssorgen.

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In Tokio fällt der Topix-500 um 2,5 Prozent, in Seoul gibt der Kospi nach seiner Vortageshausse in ähnlicher Größenordnung nach. In Schanghai geht es für das Marktbarometer um 1,7 Prozent abwärts, in Hongkong um 1,1 Prozent. Sydney hat mit einem Minus von 1,6 Prozent den Handel bereits beendet.

Die Kernbotschaft der US-Notenbank war Unsicherheit. Sie ließ erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert und veröffentlichte Zinsperspektiven (Dot Plots), die auf nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr hindeuten, und nicht mehr auf zwei wie noch beim vorangegangenen Treffen im Januar. Auch das überraschte nicht. In der begleitenden Erklärung räumte die Fed allerdings "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Und Fed-Chef Powell sagte, die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten seien ungewiss. "Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, das Ausmaß abzuschätzen".

Derweil ließ auch die japanische Notenbank wie erwartet die Zinsen unverändert, wies aber ebenfalls auf zunehmende Unsicherheit der Auswirkungen des Krieges auf die Inflation hin. Anders als die US-Notenbank befindet sich die japanische Zentralbank allerdings ohnehin bereits in einem Zinserhöhungszyklus und im April dürften die Zinsen weiter angehoben werden. Die Notenbanker erklärten, dass der weitere Verlauf des Nahost-Konflikts und die Entwicklung der Rohölpreise den Inflationspfad Japans beeinflussen könnten, insbesondere angesichts der starken Abhängigkeit des Landes von Energieimporten.

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Unterdessen fällt der Yen im Zuge der allgemeinen Dollarstärke wieder deutlicher zurück Richtung 160 je Dollar. Das schürt zusätzlich Inflationsgefahren, weil es Importe verteuert. Angesichts der Yen-Schwäche gab es jüngst bereits wenig erfolgreiche Versuche, mit verbalen Interventionen den Yen zu stützen.

Fortgesetzt gegenseitige Angriffe im Krieg im Nahen Osten auf Energieanlagen treiben derweil die Ölpreise wieder stark nach oben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuert sich um über 4 Prozent auf rund 112 Dollar. Damit nähert sich der Preis wieder dem Höchstniveau seit Ausbruch des Krieges, als in der Spitze Preise von rund 120 Dollar aufgerufen wurden.

Am japanischen Aktienmarkt rangieren Aktien aus dem Sektor Basismetalle ganz am Ende mit einem Minus von 4,1 Prozent. Stark verkauft werden auch Versorgeraktien (-3,8%) und Industrietitel (-3,0%). In Hongkong knickt der Subindex der Bassimetallaktien sogar um 7,1 Prozent ein. Der Index Technologie verliert 3,2 Prozent. Für Aktien aus dem Energiesektor geht es derweil 1,0 Prozent nach oben mit den hohen Energiepreisen.

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Unter den Einzelwerten rutscht in Hongkong das Technologieschwergewicht Tencent um gut 6 Prozent ab, obwohl das Unternehmen 2025 ein zweistelliges Gewinn- und Umsatzprozentwachstum beibehielt und das Jahr 2025 mit einem starken Ergebnis abschloss. Auf die Stimmung drückt laut Marktbeobachtern aber, dass Tencent vor einer Phase höherer Investitionen in KI steht. Das Unternehmen will die KI-Investitionen mehr als verdoppeln.

In Seoul verlieren die Kurse der beiden Highflyer Samsung Electronics und SK Hynix jeweils um 4 Prozent. Die Kurse der beiden australischen Ölraffinerien klettern auf die höchsten Stände seit über einem Jahr. Viva Energy schießen um über 15 Prozent nach oben, Ampol gewinnen 4,6 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.500,50 -1,6 -2,5 06:00

Topix 500 (Tokio) 2.828,35 -2,4 6,3 07:00

Kospi (Seoul) 5.779,60 -2,5 37,1 07:30

Hang-Seng (Hongkong) 25.592,99 -1,7 -0,1 09:00

Shanghai-Composite 4.019,91 -1,1 1,4 08:00

Straits-Times (Singapur) 4.980,06 -0,4 7,2 10:00

IDX Comp. (Indonesien) 7.106,84 +1,2 -17,8 09:00

KLCI (Malaysia) 1.733,51 +0,2 3,2 09:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 08:10 % YTD

EUR/USD 1,1468 +0,2 1,1450 1,1541 -2,4

EUR/JPY 183,12 +0,0 183,10 183,27 -0,5

EUR/GBP 0,8640 +0,0 0,8637 0,8634 -0,9

USD/JPY 159,65 -0,1 159,86 158,73 1,9

USD/KRW 1.499,15 -0,6 1.508,15 1.484,21 4,1

USD/CNY 6,8997 +0,4 6,8726 6,8731 -1,3

USD/CNH 6,9026 +0,0 6,9007 6,8734 -1,1

USD/HKD 7,8385 +0,0 7,8377 7,8379 0,7

AUD/USD 0,7038 +0,2 0,7022 0,7115 5,5

NZD/USD 0,5817 +0,4 0,5794 0,5862 1,1

BTC/USD 70.843,96 -0,6 71.236,87 73.913,49 -19,2

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 97,31 +1,0 0,99 96,32

Brent/ICE 112,21 +4,5 4,83 107,38

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.850,08 +0,7 32,45 4.817,63

Silber 75,73 +0,5 0,37 75,36

Platin 2.043,85 +1,0 20,75 2.023,10

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 19, 2026 01:53 ET (05:53 GMT)

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