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SpaceX-Aktie in Rot: Starlink plant wohl US-Mobilfunk-Einstieg und schaltet Gratis-Internet für Venezuela frei

26.06.26 22:25 Uhr

NASDAQ-Aktie SpaceX im Minus: Starlink drängt womöglich ins US-Mobilfunkgeschäft und hilft in Venezuela | finanzen.net

Satelliten reichen Elon Musk nicht mehr. SpaceX erwägt mit Starlink wohl den direkten Einstieg ins US-Mobilfunkgeschäft. Starlink versorgt zudem das Katastrophengebiet in Venezuela mit Internet.

Werte in diesem Artikel

• SpaceX prüft wohl den Einstieg ins US-Mobilfunkgeschäft
• Strategische Vorbereitung bereits im Gange
• Starlink: Internetversorgung für Katastrophengebiet in Venezuela gesichert
SpaceX erwägt den Aufbau eines eigenständigen Mobilfunkdienstes unter der Marke Starlink für US-Verbraucher. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf vier mit den Plänen vertraute Personen. Demnach stellte Gwynne Shotwell, President und Chief Operating Officer von SpaceX, die Initiative während der jüngsten IPO-Roadshow vor. Im Kern geht es um den Direktvertrieb von Mobilfunkverträgen an Endkunden, also um einen frontalen Angriff auf die drei dominierenden US-Carrier Verizon, AT&T und T-Mobile, die zusammen einen Markt mit mehr als 350 Millionen Mobilfunkanschlüssen kontrollieren.

Vom Partner zum Konkurrenten

Derzeit agiert Starlink als Ergänzung bestehender Netze. Die Partnerschaft mit T-Mobile erlaubt es Kunden, in abgelegenen Gebieten ohne terrestrische Abdeckung auf Starlinks Satellitenkonstellation zurückzugreifen. Ein eigenes Endkundenangebot würde dieses Kooperationsmodell fundamental verschieben: SpaceX wäre nicht länger Infrastrukturanbieter im Hintergrund, sondern direkter Konkurrent jener Carrier, die heute zu seinen Partnern zählen.

Frequenzlizenzen als strategische Vorbereitung

Die Weichen dafür sind bereits teilweise gestellt. Im vergangenen Jahr erwarb SpaceX für rund 17 Milliarden US-Dollar Funkfrequenzlizenzen von EchoStar, einem ehemaligen Satellitenbetreiber. Frequenzspektrum gilt als knappes Gut und zentrale Voraussetzung für jeden eigenständigen Mobilfunkbetrieb in den USA. Ohne diese Lizenzen wäre ein terrestrisches Netz unter eigener Marke regulatorisch kaum realisierbar.

Marktanteil als nächster Prüfstein

Ob und wann SpaceX mit konkreten Tarifangeboten an den Start geht, ist offen. Als nächster Beobachtungspunkt gilt die regulatorische Behandlung der EchoStar-Frequenzlizenzen durch die FCC sowie mögliche Partnerschaften oder Auseinandersetzungen mit bestehenden Carriern, die im Zuge einer öffentlichen Ankündigung zu erwarten wären.

Musks Starlink versorgt Katastrophengebiet in Venezuela mit Internet

Zudem unterstützt Tech-Unternehmer Elon Musk das Erdbebengebiet in Venezuela mit seinem Satelliteninternet-Dienst Starlink. Bestehenden wie neuen Kunden werde das Kommunikationsnetz in der betroffenen Region bis zum 25. Juli kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilte Starlink am Donnerstag (Ortszeit) auf X mit. Gleichzeitig arbeite die Firma daran, Starlink-Terminals zügig bereitzustellen und die Verbindung in den am stärksten betroffenen Gebieten wiederherzustellen.

Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez bedankte sich auf X für die Unterstützung.

Zwei schwere, kurz aufeinanderfolgende Beben hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum des südamerikanischen Landes erschüttert und dabei ganze Wohnblöcke in Trümmer gelegt. Laut der venezolanischen Regierung wurden bislang 235 Tote gezählt. Befürchtet wird, dass weiter Tausende Menschen verschüttet sind.

Die SpaceX zeigte sich im US-Handel letztlich mit Gewinnen von 0,15 Prozent auf 153,23 US-Dollar. Die Anteilsscheine von Verizon notierten derweil 1,02 Prozent höher bei 46,54 US-Dollar. Für T-Mobile ging es unterdessen um 0,61 Prozent nach oben auf 182,68 US-Dollar. AT&T stiegen um 1,34 Prozent auf 22,72 US-Dollar.

Evelyn Schmal, Thomas Zoller, finanzen.net mit Material von dpa-AFX

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Bildquellen: rafapress / Shutterstock.com, Kevork Djansezian/Getty Images

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