Behörde greift ein

Airbus-Aktie etwas tiefer: Behörde zwingt 16 Airbus A380 wegen Rissen in Tragflächen zum Check

24.06.26 14:07 Uhr

Alarm um den Airbus A380: EASA ordnet Sofort-Checks an - Aktie fällt etwas | finanzen.net

Wegen verdächtiger Risse in wichtigen Flügelbauteilen müssen einige Passagierjets vom Typ Airbus A380 am Boden bleiben.

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Betroffen sind 15 Großraum-Flugzeuge der Gesellschaft Emirates und ein Jet der australischen Qantas.

In einer Anweisung vom Montag hat die Europäische Luftfahrtbehörde EASA kurzfristige Untersuchungen angeordnet. Es bestehe die Gefahr, dass die "strukturelle Integrität" der Flügel reduziert sein könne, heißt es in der Anordnung.

Fünf Jets müssen sofort zum Test

Fünf der doppelstöckigen Flugzeuge mit einer Spannweite von knapp 80 Metern müssen nun vor ihrem nächsten Passagierflug zum Check, die übrigen spätestens nach 25 Flugzyklen. Überführungsflüge zu entsprechenden Wartungseinrichtungen sind ohne Passagiere erlaubt. Die "Lufttüchtigkeitsanweisung" der Behörde wurde am Mittwoch wirksam.

Die Risse an den Mittelspanten der Flügel waren laut einem Airbus SE-Sprecher bei Inspektionen entdeckt worden, die die EASA erst im vergangenen Jahr angeordnet hatte. Alle Flugzeuge mit einer ähnlichen Produktionsgeschichte seien erfasst worden. Airbus unterstütze die jetzt angeordneten Untersuchungen und werde gemeinsam mit EASA prüfen, ob Reparaturen notwendig seien

Lufthansa-Jets ohne Befunde

Lufthansa teilte mit, dass bei ihren A380 keine Risse gefunden worden seien. Die Airline betreibt acht der Riesenflugzeuge, die sämtlich in München stationiert sind.

Laut dem Branchenportal "Aerospace Global News" werden 15 der 16 Jets von der arabischen Emirates betrieben, die andere Maschine von der australischen Qantas. Diese Maschine befindet sich den Angaben zufolge gerade zur Wartung in Dresden.

Emirates mit Abstand größter Betreiber

Airbus hat den Bau des seit 2005 gebauten Riesenfliegers mangels neuer Bestellungen im Jahr 2021 nach 251 Exemplaren eingestellt. Mit Abstand größte Kundin ist die arabische Emirates mit 123 abgenommenen Jets, die aber nicht mehr alle fliegen.

Die Lufthansa hatte ihre Maschinen des Typs während der Corona-Krise eingemottet und schon zuvor ihre Ausflottung geplant, weil sie auf den meisten Strecken schwierig auszulasten sind. Dass die vom Publikum geschätzten Riesenflieger immer noch in der Luft sind, liegt nicht zuletzt an der schleppenden Produktion neuer Flugzeuge.

Schon früher Probleme mit den Flügeln

sind nicht die ersten Probleme, die an ermüdeten Flügeln des größten Passagierflugzeugs der Welt mit teils mehr als 800 Sitzplätzen auftreten. Im Jahr 2012 ordnete die EASA flottenweite Inspektionen an, nachdem Risse an bestimmten Halterungen entdeckt worden waren. Airbus sah sich zu kostspieligen Umrüstungen gezwungen. Auch in späteren Jahren gab es noch Rissbildungen an anderen Bauteilen der

Die Airbus-Aktie verliert auf XETRA dennoch 0,33 Prozent auf 192,68 Euro.

KÖLN/TOULOUSE (dpa-AFX)

KÖLN/TOULOUSE (dpa-AFX)

Bildquellen: Naiyyer / Shutterstock.com, Airbus Group

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