ROUNDUP: Wacker Chemie sieht in kommenden Monaten keine Nachfrage-Trendwende


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MÜNCHEN (dpa-AFX) - WACKER CHEMIE rechnet auch in den kommenden Monaten mit einer schwachen Nachfrage. Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf sei bislang keine Trendwende abzusehen, sagte Chef Christian Hartel am Mittwoch laut Mitteilung in München. "Die Nachfrage in vielen unserer Abnehmerbranchen ist weiterhin schwach. Dazu kommen die Effekte aus dem Konflikt im Nahen Osten. Die Verwerfungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten haben zu deutlich erhöhten Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik geführt". Wacker Chemie hatte bereits Mitte April vorläufige Zahlen vorgelegt. Diese wurden nun bestätigt, ebenso wie die Jahresziele. Anleger reagierten zufrieden.

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Die im MDAX notierte Wacker-Aktie stand am Vormittag 2,1 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn hat sie über 40 Prozent zugelegt und notiert aktuell wieder nahe am Hoch seit Mitte 2024. Insbesondere deutsche Chemie-Werte profitierten an der Börse in den vergangenen zwei Monaten vom Iran-Krieg. Er schmälert etwas Sorgen der Anleger vor dem Preisdruck durch die Konkurrenz aus Asien, die momentan stärker unter der Ölknappheit und den damit einhergehenden Preissprüngen leiden.

Wacker Chemie habe im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen, schrieb Barclays-Analyst Anil Shenoy. Er betonte aber, dass schon Eckdaten bekannt gewesen seien. Insofern liege der Fokus auf den Entwicklungen in den Geschäftsbereichen, wobei vor allem die Sparten rund um Silikone und Polymere positiv überrascht hätten.

Der Konzernumsatz sank um knapp fünf Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro, laut Wacker vor allem wegen des schwachen US-Dollar. Davon blieben vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) knapp 173 Millionen Euro und damit im Jahresvergleich 45 Prozent mehr übrig, auch weil es dem Unternehmen gelang, die höheren Rohstoff- und Energiekosten an die Kunden weiterzugeben. Zudem gaben Einsparungen ebenso Rückenwind wie die Tatsache, dass Kunden ihre Bestellungen wegen des Iran-Kriegs insbesondere im März vorzogen. Unterm Strich schrieb Wacker mehr als 15 Millionen Euro Gewinn, nach einem Verlust von fast 3,5 Millionen ein Jahr zuvor. 2025 hatte Wacker einen Verlust von 805 Millionen gemeldet.

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Im Gesamtjahr erwarten die Münchener weiterhin einen Anstieg des operativen Gewinns auf 550 bis 700 Millionen Euro nach 427 Millionen im Vorjahr. Basis soll 2026 ein Umsatz sein, der im hohen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2025 wachsen soll, als knapp 5,5 Milliarden Euro erreicht wurden. Das Wachstumsziel hatte das Management Mitte April nach oben gesetzt.

Wacker ist auf drei Bereiche spezialisiert: Der Konzern ist nach Firmenangaben führender Hersteller hochreinen Polysiliziums, dem Grundmaterial für Computerchips und Solaranlagen. Daneben stehen Silikone, aus denen unter anderem Harze und Öle hergestellt werden, sowie Polymere für die Produktion verschiedener Baustoffe. Viertes Geschäftsfeld ist die Biotechnologie./lew/DP/mis/jha/

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Datum Rating Analyst
29.09.26 WACKER CHEMIE Hold Jefferies & Company Inc.
24.09.26 WACKER CHEMIE Underweight JP Morgan Chase & Co.
23.09.26 WACKER CHEMIE Halten DZ BANK
18.09.26 WACKER CHEMIE Hold Deutsche Bank AG
17.09.26 WACKER CHEMIE Hold Jefferies & Company Inc.

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