Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Mit leicht negativen Vorzeichen in die neue Handelswoche

04.05.26 07:40 Uhr

Goldpreis unter Druck: Schwacher Start in die Handelswoche | finanzen.net

Der Goldpreis startete mit etwas tieferen Notierungen in die neue Handelswoche, was vor allem auf die Nachwirkungen der "falkenhaften" Töne der US-Notenbank Fed zurückzuführen war.

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von Jörg Bernhard

Am Mittwoch blieben die Zinssätze unverändert und die Sorge über die wachsende Inflation wurde unter den US-Notenbankern stärker betont. Insbesondere die drei Gegenstimmen, die sich gegen weitere Lockerungen ausgesprochen haben, trübten die Zinsaussichten und damit auch die Stimmung an den Goldmärkten. Deren Vertreter, erklärten, dass der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs bedeute, dass die US-Notenbank deutlich machen müsse, dass sie sich nicht länger in Richtung Zinssenkungen bewegen könne. Stattdessen sei künftig sogar ein Anstieg der Kreditkosten möglich. Eine anhaltend hohe Inflation könnte die Zentralbanken dazu veranlassen, die Zinsen länger hoch zu halten, was nicht verzinsliche Anlagen wie Gold unter Druck setzen würde. Bislang verlief der Handel relativ schwankungs- und umsatzarm, was auf die Feiertage in Großbritannien, China und Japan zurückzuführen sein dürfte.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 28,90 auf 4.516,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Anhaltend hohe geopolitische Risiken

Der Ölpreis fiel leicht zurück, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die Vereinigten Staaten damit beginnen würden, festsitzenden Schiffen in der Straße von Hormus zu helfen. Außerdem erklärte am Sonntag die OPEC+ (Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten), dass sie die Förderziele für Öl im Juni für sieben Mitglieder um 188.000 Barrel pro Tag erhöhen wird - der dritte monatliche Anstieg in Folge. Die Erhöhung entspricht der für Mai vereinbarten Menge abzüglich des Anteils der Vereinigten Arabischen Emirate, die am 1. Mai aus der OPEC ausgetreten sind. Allerdings dürfte das höhere Fördervolumen größtenteils theoretisch bleiben, solange der Iran-Krieg weiterhin die Ölversorgung über die Straße von Hormus beeinträchtigt.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,81 auf 101,13 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,59 auf 107,58 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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