Anleger nervös: Goldpreis fällt auf Mehrmonatstief - Darauf wartet der Markt

Der Goldpreis gab im frühen Mittwochshandel weiter nach und bewegt sich damit nahe am tiefsten Stand seit sieben Monaten.
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von Jörg Bernhard
Steigende Renditen von US-Staatsanleihen und die schwindenden Aussichten auf ein dauerhaftes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hielten die Sorgen über Inflation und weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank auf einem hohen Niveau. Am Nachmittag richten sich die Blicke der Anleger auf den ADP-Arbeitsmarktbericht für Juni (14.15 Uhr). Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten wird bei der Zahl neu geschaffener Stellen ein Rückgang von 122.000 auf 113.000 erwartet. Am Donnerstag folgen dann noch die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, die weitere Hinweise auf den künftigen Zinspfad der Federal Reserve liefern und damit die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises maßgeblich beeinflussen könnten. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 67 Prozent an, dass wir bereits bei der September-Sitzung eine Zinserhöhungen um 25 Basispunkte sehen werden.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 54,90 auf 3.983,60 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Geopolitik im Blick
Der Ölpreis tendierte zur Wochenmitte leicht nach oben. Hintergrund sind die stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA über ein endgültiges Friedensabkommen zum Beenden des Kriegs. Es wird befürchtet, dass die Versorgungsstörungen im Nahen Osten länger andauern könnten. Unterdessen erklärte US-Vizepräsident JD Vance, dass der Iran daran gehindert werde, Durchfahrtsgebühren für Schiffe in der Straße von Hormus zu erheben. Laut Wochenbericht des American Petroleum Institute gingen die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche erneut zurück (minus 6,1 Millionen Barrel). Die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Energiebehörde Energy Information Administration (EIA) stehen um 16:30 Uhr zur Bekanntgabe an und könnten dem Ölpreis neue Impulse verleihen.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,28 auf 69,78 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,27 auf 73,22 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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