Trading Idee: BYD — Exporte mehr als verdoppelt, Ziel 9,10 Euro
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Die Aktien von BYD (ISIN: CNE100000296) geben zum Wochenauftakt weiter nach. Die Titel des in Shenzhen ansässigen Elektroautobauers fallen am Montagvormittag um knapp 1 Prozent auf 8,455 Euro, an der Heimatbörse in Hongkong beträgt das Minus rund 2 Prozent. Damit liegen sie nur noch 5 Prozent über dem Tief von Anfang Juli bei 8,05 Euro, Mitte April hatten sie noch mehr als 12 Euro gekostet.
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Dabei hat der Konzern gerade seinen besten Monat des Jahres gemeldet. Im September verkaufte BYD 463.561 Elektro- und Hybridautos, knapp 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Getragen wurde das Plus vom Ausland. Die Exporte stiegen um gut 150 Prozent auf knapp 180.000 Fahrzeuge und machen damit fast 40 Prozent des Absatzes aus. Seit Jahresbeginn hat BYD mehr als 1,3 Millionen Autos ausserhalb Chinas verkauft, fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Bei den reinen Elektroautos lag der Absatz im September um ein Drittel über dem Vorjahr.
Das Heimatgeschäft bleibt dagegen die offene Flanke. In China verkaufte BYD im September rund 13 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor, die Nachfrage im Inland ist seit Monaten schwach und der Wettbewerb unter den heimischen Herstellern hart. Über die ersten neun Monate liegt der Gesamtabsatz deshalb mit gut 3,1 Millionen Fahrzeugen noch knapp 4 Prozent unter dem Vorjahr. Das schlägt auf den Gewinn durch. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz um gut 7 Prozent auf 344,8 Milliarden Yuan, der Nettogewinn um gut 20 Prozent auf 12,3 Milliarden Yuan. Die Bruttomarge stieg allerdings auf 18,9 Prozent, weil im Ausland höhere Preise erzielt werden, und das zweite Quartal fiel mit 0,90 Yuan Gewinn je Aktie besser aus als von Analysten erwartet.
In Europa rückt nun die Handelspolitik in den Vordergrund. Nach Gesprächen in Peking haben die EU und China am Wochenende vereinbart, die Einfuhr chinesischer Hybrid- und Plug-in-Hybridautos auf freiwilliger Basis zu begrenzen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Für BYD ist das relevant, weil der Konzern seit den EU-Sonderzöllen auf Elektroautos verstärkt auf Plug-in-Hybride setzt, die bisher nur den regulären Zoll von 10 Prozent tragen. Abfedern soll das die eigene Fertigung im ungarischen Szeged, die in diesem Jahr anlaufen soll. Auf dem Pariser Autosalon, der heute beginnt und bis zum 18. Oktober läuft, zeigt BYD neue Modelle, auch der Oberklasse-Ableger Denza ist vertreten
Die Bewertung ist nach dem Kursrückgang niedrig. Die Schätzungen stehen bei 4,31 Yuan Gewinn je Aktie für 2026, 5,58 Yuan für 2027 und 6,73 Yuan für 2028. Umgerechnet zum aktuellen Kurs folgen daraus Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von 14,7 (2026), 11,4 (2027) und 9,4 (2028). Das KGV gibt an, wie viele Jahresgewinne beim aktuellen Kurs bezahlt werden, die fallende Reihe zeigt den erwarteten Gewinnanstieg. Der Durchschnitt mehrerer Bewertungsmodelle ergibt einen fairen Wert von umgerechnet rund 13,16 Euro. Von 27 Analysten raten 22 zum Kauf und 5 zum Halten, ihr mittleres Kursziel liegt umgerechnet bei rund 14,18 Euro. Zuletzt wurden die Ziele aber gesenkt. JPMorgan stufte die Aktien Ende September auf Halten ab und kappte das Ziel von umgerechnet rund 14,14 auf 10,03 Euro, Morgan Stanley bleibt bei Kaufen, nahm das Ziel Mitte September aber von rund 13,80 auf 13,00 Euro zurück.
Der Trade setzt nicht auf eine schnelle Rückkehr zum Hoch, sondern auf eine Erholung von den Tiefständen, während Exporte und Neuheiten aus Paris die Nachrichtenlage bestimmen. Am 30. Oktober dürfte BYD die Zahlen zum dritten Quartal vorlegen. Dann zeigt sich, ob der Auslandsanteil die Marge weiter stützt und wie stark der Preiskampf in China belastet. Unklar ist zudem, wie streng die Mengenbegrenzung für Hybride in der EU ausfällt. Hinzu kommen Währungseffekte, die schon im ersten Halbjahr auf den Gewinn drückten, und die längeren Lagerzeiten durch den Seetransport ins Ausland.
Fazit:
Trader könnten eine Long-Position auf die Titel von BYD über einen Open-End-Turbo von Morgan Stanley mit der WKN MN0R6V in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 9,10 Euro eine Rendite von 23,36% im Schein zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 8,00 Euro platziert werden, was einem Verlust von 16,42% im Hebelprodukt entspräche. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading-Idee beträgt 1,42. Der Hebel liegt bei 3,09 und der Abstand zur Knock-out-Schwelle bei 31,87 Prozent.
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in BYD-Aktien investiert.
| Trading-Idee: BYD | |
|---|---|
| Basiswert | BYD (ISIN: CNE100000296) |
| Produktgattung | Open-End-Turbo Long |
| Emittent | Morgan Stanley |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000MN0R6V6 / MN0R6V |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 2,73/2,74€ (12.10.2026, 10:30 Uhr) |
| Basispreis variabel | 5,76€ |
| Knock-out-Schwelle | 5,76€ |
| Hebel | 3,09 |
| Abstand zum Knock-out | 31,87% |
| Stop-Loss Call | 2,29€ (-16,42%) |
| Ziel Call | 3,38€ (+23,36%) |
Risikohinweis: | |
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