Secunet: Warum Geduld jetzt die bessere Strategie sein könnte
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Die Aktie von secunet hat zuletzt neue Abwärtsdynamik entwickelt und ein frisches Jahrestief markiert. Operativ läuft das Geschäft zwar weiterhin gut, doch Bewertung und Chart sprechen derzeit noch gegen einen schnellen Wiedereinstieg.
Werte in diesem Artikel
Mit dem Rückfall auf ein neues Jahrestief hat sich das Chartbild der secunet Security Networks AG zuletzt weiter eingetrübt. Mehrere Stabilisierungsversuche der vergangenen Wochen sind gescheitert, stattdessen hat der Abwärtstrend wieder an Dynamik gewonnen. Für Anleger stellt sich damit die entscheidende Frage: Ist die Korrektur inzwischen weit genug fortgeschritten oder ist Geduld weiterhin die bessere Strategie?
Operativ bleibt die Story intakt
Fundamental gibt secunet derzeit wenig Anlass zur Sorge. Das Unternehmen zählt zu den führenden deutschen Anbietern von Cybersecurity-Lösungen für Behörden, Streitkräfte und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Besonders stark positioniert ist secunet in den Bereichen digitale Souveränität und hochsichere IT-Systeme. Mit der Division Defence & Space verfügt das Unternehmen zudem über ein Geschäftsfeld, das von steigenden Verteidigungsausgaben und einer zunehmenden Bedeutung europäischer Sicherheitslösungen profitieren dürfte.
Auch die jüngsten Geschäftszahlen bestätigten den positiven operativen Trend. 2025 steigerte secunet Umsatz und Ergebnis zweistellig. Noch wichtiger war der kräftige Anstieg des Auftragseingangs, der deutlich über dem Umsatz lag und den Auftragsbestand auf einen neuen Höchststand steigen ließ. Die langfristigen Wachstumsperspektiven erscheinen damit weiterhin überzeugend.
Die Bewertung bleibt der Knackpunkt
Das Problem liegt derzeit weniger im operativen Geschäft als in der Bewertung. Zwar ist diese nach dem deutlichen Kursrückgang inzwischen wesentlich moderater als noch vor einem halben Jahr. Wirklich günstig ist die Aktie aber weiterhin nicht.
Auf Basis der aktuellen Analystenschätzungen wird secunet für 2026 mit einem KGV von fast 27 bewertet. Zum Vergleich: Selbst SAP, dessen Wachstum ebenfalls stark von den Chancen, und Risiken, der Künstlichen Intelligenz geprägt wird, kommt inzwischen nur noch auf ein KGV von unter 20. Auch das PEG-Verhältnis liegt bei secunet auf Basis der Gewinnschätzungen für 2027 mit knapp 1,5 weiterhin deutlich oberhalb der Marke von 1, die häufig als faire Relation zwischen Bewertung und Wachstum angesehen wird.
Noch vor wenigen Monaten war der Markt bereit, diese Bewertungsaufschläge zu akzeptieren. Inzwischen scheint jedoch eine Phase der Neubewertung eingesetzt zu haben. Anleger suchen offenbar erst noch nach einem neuen Wohlfühlniveau, auf dem sie bereit sind, wieder stärker einzusteigen.
Chart mahnt weiter zur Vorsicht
Hinzu kommt das schwache Chartbild. Mit dem Bruch der bisherigen Tiefs wurde ein weiteres Verkaufssignal ausgelöst. Solange keine Bodenbildung erkennbar ist, besteht das Risiko, dass der Abwärtstrend zunächst anhält.
Fazit
Für langfristig orientierte Anleger spricht deshalb derzeit vieles dafür, zunächst weiter abzuwarten. Fundamental bleibt secunet ein qualitativ hochwertiges Unternehmen mit attraktiven Perspektiven, doch sowohl Bewertung als auch Chart liefern aktuell noch keine überzeugenden Kaufsignale. Interessant werden könnte die Aktie wieder im Umfeld der Halbjahreszahlen am 13. August. Sollten diese die starke Auftragssituation bestätigen oder den Anlegern mehr Zuversicht für 2026 vermitteln, könnte dies der Aktie die Impulse liefern, die ihr zuletzt gefehlt haben.
Einen wichtigen Erfolg konnte derweil Pentixapharm vermelden. Denn die große Kapitalerhöhung ist auf eine gute Resonanz gestoßen, wodurch die Finanzierung einer großen Phase-3-Studie, des derzeit zentralen Werttreibers der Aktie, gesichert ist: zum Artikel
Gute News gab es zudem von Salzgitter, was der Aktie den entscheidenden Schub beim Angriff auf neue Höchsstände geben könnte: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.520 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 11.07.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 23.07.26 um 12:17 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel