K+S: Dieses Szenario ist jetzt möglich

23.07.26 12:15 Uhr

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Die Aktie von K+S hat wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Bedingt durch die verschärfte Lage am Golf warnt der Bauernverband nun vor einer möglichen Knappheit bei Düngemitteln.

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Am Golf sprechen wieder die Waffen. Anleger fürchten, dass neben der Straße von Hormus auch die Schifffahrt im Roten Meer bei Jemen beeinträchtigt werden könnte. Denn dort agiert die Huthi-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. Eine Blockade im Roten Meer würde nicht nur den Ölpreis weiter nach oben treiben, sondern auch Chemikalien und Harnstoffe für die Düngemittelproduktion weiter verteuern.

Düngemittel werden teurer

Joachim Rukwied, Präsident des Bauernverbandes, sieht die Versorgungssicherheit mit Düngemitteln für die Landwirtschaft bereits gefährdet. Laut dem Bauernpräsidenten gibt es zwar noch keinen physischen Engpass, er verweist jedoch auf die anhaltend hohen Stickstoffpreise. Dem Düngemittelhersteller K+S könnte dieses Szenario – ähnlich wie zu Beginn des Kriegs am Golf – in die Karten spielen.

Leichte EBITDA-Anhebung im April

Bereits im April hatte das Unternehmen vor dem Hintergrund höherer Preise für Kaliumchlorid das EBITDA-Ziel für 2026 auf 630 bis 730 Mio. Euro (zuvor: 600 bis 700 Mio. Euro) angehoben. Gleichwohl betonte das Management, dass die Auswirkungen des Konflikts in Nahost nur begrenzt prognostizierbar bleiben. Die Preise für Kaliumchlorid haben unterdessen von Ende 2025 bis Ende Juni 2026 nahezu kontinuierlich zugelegt.

Fazit

Die Zielanhebung beim EBITDA im April dürfte von der Vorsicht bezüglich der weiteren Preisentwicklung bei Kaliumchlorid geprägt gewesen sein. Hier besteht nun mehr Visibilität. Eine erneute Anpassung nach oben erscheint denkbar. Allerdings war K+S in der jüngeren Vergangenheit immer für eine Negativüberraschung gut. Die Sonderabschreibung über satte 2 Mrd. Euro, angekündigt im Sommer 2025, schlug ins Kontor. Technisch befindet sich das Papier aber wieder im Aufwind. So wurde neben der 200-Tage-Linie zuletzt auch der Abwärtstrend gebrochen. Chart und Marktumfeld sprechen für die Aktie. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 gibt es aber erst am 12. August.

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Erstellung am 23.07.26 um 10:43 Uhr.

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