Vor EZB-Entscheid: DAX unter 25.000 Punkten -- Asiens Börsen fester -- Alphabet steigert Gewinn und Umsatz -- Thales, Rheinmetall, Ethereum, SpaceX, Intel, TI, STMicro, Tesla, ServiceNow im Fokus
TotalEnergies bringt Spritpreis-Deckel in Frankreich zurück. Telefónica-Tochter O2 streicht jede sechste Stelle. FUCHS hebt Prognose für operativen Gewinn an. Stabilus: Vorsichtigerer Blick auf 2026. Deutsche Börse: Gewinn übertrifft Erwartungen. Dürr: Konzernprognose bestätigt trotz BBS-Problemen. Porsche: Aufsichtsrat unterstützt Kosteneinsparungen.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt gibt am Donnerstag vor dem EZB-Entscheid nach.
So zeigte sich der DAX zum Sitzungsstart 0,64 Prozent tiefer bei 24.994,05 Punkten - und rutscht damit zunächst unter die wichtige Marke von 25.000 Punkten. Auch im weiteren Verlauf bleibt er unter dieser Marke.
Der TecDAX eröffnete den Handelstag ebenso 0,29 Prozent schwächer bei 3.778,78 Zählern und gerät in der Folge mächtig unter Druck.
Am Tag der EZB-Zinsentscheidung startet der DAX zunächst leicht schwächer in den Handel, sollte sich aber über der bei rund 25.086 Punkten verlaufenden 21-Tage-Linie behaupten können. Belastend wirken weiterhin die steigenden Ölpreise infolge der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg.
Zusätzlich enttäuschten die nachbörslich veröffentlichten Quartalszahlen mehrerer großer US-Konzerne die Anleger, obwohl Alphabet die Erwartungen der Wall Street übertraf; die Aktie geriet dennoch unter Druck, weil der Google-Mutterkonzern seine Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur weiter erhöhen will.
In Asien profitierten dagegen Chipwerte von dieser Ankündigung. Im Fokus steht nun die EZB-Sitzung, bei der eine Bestätigung des aktuellen Leitzinses erwartet wird, während für September viele Ökonomen von einer erneuten Zinserhöhung ausgehen. Portfoliomanager Jörg Held von Ethenea sieht die Notenbank in einer komfortablen Position, da sie sich noch nicht festlegen müsse, und rechnet laut dpa-AFX mit einem Umfeld, "in dem Geduld gefragt ist".
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Die europäischen Aktienmärkte verlieren am Donnerstag den Halt.
Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Handelsstart mit einem minimalen Minus von 0,13 Prozent bei 6.308,76 Punkten kaum verändert, rutscht anschließend aber deutlich ab.
Im Fokus der Anleger stehen die Quartalszahlen von Alphabet, Tesla und IBM, die erste Rückschlüsse auf die Ertragslage der US-Technologiebranche zulassen. Belastend wirkt zudem die Eskalation im Nahost-Konflikt: Laut einem Bericht des Wall Street Journal verstärken die USA ihre Truppen- und Waffenpräsenz in der Region, um Präsident Trump im Falle einer möglichen Ausweitung des Konflikts mit dem Iran militärische Handlungsoptionen zu eröffnen. An den Märkten wird erwartet, dass die EZB ihren Leitzins bei 2,25 Prozent unverändert lässt, nachdem sie ihn im Juni wegen anhaltender Inflationssorgen um einen Viertelprozentpunkt angehoben hatte. Die Zinsentscheidung selbst gilt als wenig überraschend, weshalb sich die Aufmerksamkeit der Investoren stärker auf die anschließenden Aussagen von EZB-Präsidentin Lagarde bei der Pressekonferenz richten dürfte.
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An der Wall Street hielten sich die Anleger zur Wochenmitte zurück.
Der Dow Jones Industrial begann den Handelstag knapp im Plus. Zeitweise weitete er seine Gewinne aus, bevor er im Verlauf wieder an seinen Vortagesschluss zurück fiel und marginale 0,01 Prozent tiefer bei 52.219,35 Punkten in den Feierabend ging.
Der technologielastige NASDAQ Composite gab zur Startglocke nach und verbuchte auch im weiteren Verlauf Verluste. Er beendete die Sitzung 0,57 Prozent schwächer bei 25.690,90 Zählern.
An den US-Aktienmärkten herrschte am Mittwoch ein verhaltener Handel. Marktbeobachter führten dies vor allem auf eine abwartende Haltung im Vorfeld richtungsweisender Quartalszahlen aus dem Technologiesektor zurück; nach Börsenschluss präsentieren unter anderem IBM, Tesla und Alphabet ihre Bilanzen.
Zusätzlich gedämpft wurde die Stimmung durch eine erneute Eskalation im Iran-Konflikt, wo sich die wechselseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran fortsetzten. Dies ließ die Rohstoffpreise spürbar steigen.
Laut der Deutschen Bank schüren die kletternden Öl-, Gas- und Rohstoffpreise die kurzfristigen Inflationserwartungen massiv. In der Folge passen Marktteilnehmer ihre Zinserwartungen an und preisen vermehrt weitere Zinsstraffungen durch die US-Notenbank Federal Reserve ein.
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Am Donnerstag zeigen sich die Börsen in Fernost gut behauptet.
Der Nikkei 225 gewinnt zeitweise 0,26 Prozent auf 66.289,20 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland ist ein minimales Plus zu sehen: Der Shanghai Composite gewinnt stellenweise 0,11 Prozent auf 3.871,45 Zähler.
Im Plus präsentiert sich auch der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng zwischenzeitlich 1,27 Prozent auf 25.209,78 Einheiten zulegt.
Neben dem Nahost-Konflikt rückt allmählich die laufende Berichtssaison ins Rampenlicht. Anleger müssen die gestrige Zahlenflut nach den Bilanzvorlagen von Alphabet, Tesla, IBM und Co. erst einmal verdauen. Trotz nicht astreiner Zahlen ist die Stimmung an den asiatischen Märkten überwiegend positiv.
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