Oktoberstart dürfte misslingen: DAX vorbörslich tiefer -- Börse in Japan mit Kurssprung - Feiertagspause in China und Hongkong -- Micron-Zahlen überzeugen -- Fresenius übernimmt mAbxience komplett
VW-Softwaretochter steht vor weiterem Stellenabbau. Fed-Bericht entlastet Powell teilweise – Trump fordert weiter seinen Rücktritt. Infineon mit neuer Fabrik.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Donnerstag schwächer starten.
Der DAX hatte bereits am Vortag mit einem Minus von 0,79 Prozent bei 25.199,19 Punkten geschlossen.
Der TecDAX wechselte nach einem positiven Start mehrfach das Vorzeichen und beendete den Handelstag letztlich quasi unverändert bei 4.001 Zählern.
Im Spannungsfeld von Zins- und Inflationssorgen dürfte der DAX am Donnerstag schwach in den Oktober starten. Laut Indikation des Brokers IG müssen sich Anleger nach mehr als zwei Monaten wieder mit der Marke von 25.000 Punkten beschäftigen. Zwei Stunden vor dem XETRA-Handelsstart lag die Indikation 0,4 Prozent im Minus bei 25.107 Punkten. Den September hatte der Leitindex noch am unteren Rand seiner Monatsspanne beendet. Nun winkt der tiefste Stand seit Ende Juli.
Die Vorgaben wirken erst einmal schwach, da die New Yorker Börsen am Mittwoch nach dem XETRA-Schluss an Boden verloren hatten und sich die US-Futures über Nacht nur teilweise erholt haben. Tech-Werte bleiben international im Fokus wegen des Chipkonzerns Micron Technology, der nach US-Börsenschluss einen starken Ausblick abgab, aber auch vor steigenden Kosten warnte. Die Reaktion bei Micron selbst blieb zwar erst einmal mau, doch die technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea schafften es am Donnerstag ins Plus. Laut Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consorsbank bleiben Anleiherenditen für den deutschen Aktienmarkt jedoch der wichtigste Taktgeber. "Mit jeder neuen Verkaufswelle am Anleihemarkt wächst der Druck auf den Dax, der aus seiner Handelsspanne nach unten herauszufallen droht", schrieb der Experte. Hohe Inflationszahlen aus europäischen Ländern hatten am Mittwoch dafür gesorgt, dass die September-Bilanz für den Leitindex mit minus vier Prozent noch schlechter wurde. >p> Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An Europas Börsen dürften zum Auftakt am Donnerstag Verluste zu sehen sein.
Der EURO STOXX 50 hatte bereits zur Wochenmitte 0,81 Prozent tiefer bei 6.269,02 Punkten geschlossen.
Europas Börsen dürften mit Abgaben in den Handel starten. Belastend wirkt weiter das hohe Zinsniveau an den Anleihemärkten. Mit 5,28 Prozent rentiert die 10-jährige US-Benchmarkanleihe für die hiesigen Börsen auf einem zu hohem Niveau. Rendite treibend sind gleich mehrere Faktoren, die von hoher Inflation, der Sorge vor einer Überschuldung der Staaten, bis hin zu zuletzt überraschend starken Wirtschaftsdaten und hohen KI-Investitionen reichen, die Umschichtungen am Anleihemarkt zur Folge haben. Einen Lichtblick sendet der wieder unter 100 Dollar das Fass notierende Brent-Ölpreis. Neben technischen Faktoren ist hierfür die sich stabilisierende Versorgungslage im Nahen Osten verantwortlich. Nach einigen Schätzungen nähern sich die Liefermengen wieder dem Niveau vor dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der Terminkalender hat am Donnerstag wenig zu bieten. Akzente könnte die Bekanntgabe des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA setzen.
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An der Wall Street fanden die Börsen keine einheitliche Richtung.
Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,86 Prozent bei 50.908,79 Punkten aus dem Handel.
Dagegen konnte der technologielastige NASDAQ Composite seinen Gewinn im Verlauf des Mittwochhandels verteidigen und am Ende ein Plus von 0,24 Prozent auf 26.861,06 Punkte einfahren.
Bereits vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung gaben Informationen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP Einblick in die Beschäftigungsentwicklung der Privatwirtschaft. Dort ist die Zahl der Beschäftigten im September stärker gestiegen als erwartet. Trotz der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energiepreise zeigte sich die US-Wirtschaft zuletzt robust. Dies gilt bisher auch für den Arbeitsmarkt.
Im Rahmen von Preisdaten wurde zudem bekannt, dass der sogenannte PCE-Deflator im August im Vergleich zum Vorjahr weniger stark zugelegt hat als prognostiziert. Er gilt als bevorzugte Inflationskennziffer für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik sowohl an der Teuerungsentwicklung als auch am Arbeitsmarkt ausrichtet. Die Inflationsdaten stießen am Markt erkennbar auf ein positives Echo, da sie den Druck auf die Währungshüter für eine weitere Leitzinsanhebung minderten.
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In Fernost dominieren am Donnerstag die Bullen.
Der Nikkei 225 gewinnt zeitweise 3,26 Prozent auf 68.932,51 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland ruht der Handel heute, am Vortag hatte der Shanghai Composite 0,31 Prozent auf 3.842,20 Zähler gewonnen.
In Hongkong dominierten am Mittwoch Käufer das Geschehen und schickten den Hang Seng verzeichnete ein Plus von 0,37 Prozent auf 24.613,27 Punkte. Auch hier findet am Donnerstag kein Handel statt.
Die Märkte auf dem chinesischen Festland blieben aufgrund der Feiertage zum Nationalfeiertag geschlossen, auch die Börse in Hongkong blieb am Donnerstag geschlossen. Die Börsen auf dem chinesischen Festland bleiben bis zum 7. Oktober geschlossen und nehmen den Handel am 8. Oktober wieder auf.
Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Donnerstag überwiegend im Plus. Angeführt wurde der Anstieg von japanischen Chipherstellern, die von starken Geschäftszahlen von Micron Technology profitierten. Zudem dämpften schwächer als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten die Erwartungen hinsichtlich einer weiteren Zinserhöhung durch die Federal Reserve in diesem Monat.