Trumps Ultimatum läuft ab: DAX schließt tiefrot -- US-Börsen letztlich uneins -- Siemens Energy und AWS treiben Partnerschaft voran -- D-Wave, Commerzbank, Ölaktien, Rüstungsaktien, Almonty im Fokus
Intel schließt sich Elon Musks Chip-Initiative an. Broadcom gibt Partnerschaft mit Alphabet bekannt. Samsung mit Rekordgewinn. Lufthansa: 100 Jahre Linienflugverkehr in Berlin. DAX-Konzerne trotzen Krise - Dividendenrekord erwartet. Weinand wird Aufsichtsratschef bei EVOTEC. ASML-Aktie bricht nach US-Gesetzentwurf ein. UMG nach Pershing-Gebot beflügelt.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt gab nach dem verlängerten Osterwochenende ab.
Der DAX bewegte sich zum Handelsstart minimal aufwärts und wechselte anschließend mehrmals die Richtung. Am Nachmittag richtete sich das Börsenbarometer jedoch in der Verlustzone ein, wo es den Handel 1,06 Prozent schwächer bei 22.921,59 Zählern beendete - unter der psychologisch wichtigen 23.000-Punkte-Marke.
Der TecDAX verzeichnete ebenfalls Abschläge, nachdem er minimal tiefer gestartet war. Er ging 1,18 Prozent niedriger bei 3.427,06 Stellen aus dem Geschäft.
Nach dem Osterwochenende spielte sich für den deutschen Aktienmarkt am Dienstag ein verhaltener Tag ab. Bestimmendes Thema blieb der nunmehr seit sechs Wochen andauernde Iran-Krieg, der die Ölpreise massiv antreibt; so verteuerte sich die Sorte Brent seit Gründonnerstag um weitere zwei Prozent auf über 111 US-Dollar. Insgesamt sind die Notierungen seit Kriegsbeginn um mehr als die Hälfte gestiegen und fungieren derzeit als zentraler Indikator für die wachsenden Inflations- und Konjunktursorgen der Anleger.
Zusätzliche Nervosität löste das für Mittwochnacht angesetzte Ultimatum von US-Präsident Donald Trump aus. Angesichts einer fehlenden diplomatischen Einigung bekräftigte Trump seine Drohung, die iranische Infrastruktur vollständig zu zerstören, sollte Teheran die strategisch essenzielle Straße von Hormus nicht für den internationalen Handelsverkehr öffnen. Während die Blockade dieses Nadelöhrs die Weltwirtschaft bedroht, reagierte die iranische Militärführung bislang mit Spott auf die Warnungen aus dem Weißen Haus, was die Hoffnung auf eine kurzfristige Deeskalation dämpfte.
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Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich mit negativer Tendenz.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich zur Eröffnung höher. Im weiteren Verlauf fiel er zunächst ins Minus zurück, bevor es dann wieder nach oben ging. Anschließend wurden jedoch wieder Verluste verzeichnet. Sein Schlussstand: 5.631,82 Punkte (-1,07 Prozent).
Zum Wochenauftakt nach dem verlängerten Osterwochenende spielte sich an den europäischen Aktienmärkten eine abwartende Tendenz ab. Die Anleger stehen vor der Aufgabe, eine komplexe Gemengelage aus globalen Wirtschaftsdaten und geopolitischen Spannungen einzupreisen. Während der unerwartet starke US-Arbeitsmarktbericht vom Karfreitag zwar die Robustheit der US-Wirtschaft unterstreicht, schürt er gleichzeitig Befürchtungen über eine anhaltend restriktive Zinspolitik der Federal Reserve. Positive Impulse kamen hingegen aus dem Technologiesektor mit den hervorragenden Quartalsprognosen des südkoreanischen Giganten Samsung.
Überschattet wurde das Marktgeschehen jedoch weiterhin vom eskalierenden Nahost-Konflikt und dem auslaufenden Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus. Die daraus resultierenden Preissteigerungen am Ölmarkt belasten zunehmend den Transportsektor. Besonders Fluggesellschaften geraten unter Druck - hier bereitet den Investoren mittlerweile weniger der hohe Kerosinpreis Sorge, sondern vielmehr die akute physische Verfügbarkeit des Treibstoffs, was die operativen Risiken für die kommenden Tage erheblich verschärft.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Dienstag uneinheitlich.
Der Dow Jones startete etwas fester in den Handel, fiel schon gleich im Anschluss jedoch ins Minus und beendete die Sitzung 0,18 Prozent tiefer bei 46.584,46 Punkten.
Der NASDAQ Composite zeigte sich anfänglich unterdessen etwas schwächer und verharrte anschließend Verlustzone. Kurz vor Handelsende drehte er jedoch noch ins Plus und ging schließlich 0,10 Prozent höher bei 22.017,85 Zählern in den Feierabend.
Im Mittelpunkt stand die Forderung der USA an den Iran, die Straße von Hormus erneut zu öffnen. Diese Meerenge zählt zu den wichtigsten Transportwegen weltweit, insbesondere für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer schnellen Einigung kommt oder sich die Lage weiter zuspitzt und die Ölpreise zusätzlich steigen, bleibt offen. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump endet am Mittwochmorgen um 2.00 Uhr (MESZ).
"Ein Scheitern der Verhandlungen und eine neue heftige Angriffswelle könnten neue Schockwellen durch die Märkte schicken", befürchtete Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Doch obwohl die Ölpreise anziehen und der Juni-Kontrakt für ein Barrel Brent-Öl dem März-Hoch von etwas über 112 US-Dollar immer näher kommt, zeigten sich die Aktienanleger bislang vergleichsweise gelassen.
Die asiatischen Börsen bewegten sich am Dienstag leicht aufwärts.
In Tokio gewann der Nikkei 225 schließlich 0,03 Prozent auf 53.429,56 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,26 Prozent höher bei 3.890,17 Zählern.
In Hongkong gab der Hang Seng am Donnerstag letztlich 0,70 Prozent ab auf 25.116,53 Einheiten. Die Börse in Hongkong ist am Dienstag noch geschlossen.
An den ostasiatischen Handelsplätzen herrscht am Dienstag spürbare Zurückhaltung, da die moderat positiven Impulse der Wall Street von massiven geopolitischen Risiken überschattet werden. Im Zentrum der Sorge stehen die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran: Nachdem Präsident Trump mit schweren Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur drohte, falls die Blockade der Straße von Hormus nicht bis Mittwochnacht beendet wird, stieg der Preis für Brent-Rohöl um 1,8 % auf fast 112 Dollar. Die Lage verschärft sich zusätzlich durch Berichte, wonach Teheran ein pakistanisches Vermittlungsangebot für einen Waffenstillstand abgelehnt haben soll.
Diese Entwicklung schürt an den Märkten akute Stagflationssorgen - die Befürchtung einer gleichzeitig steigenden Inflation und stagnierenden Wirtschaftswachstums. Anlagestrategen warnen, dass militärische Schläge gegen iranische Anlagen massive Vergeltungsmaßnahmen und weitere Versorgungsstörungen am Golf provozieren könnten. Bestätigt werden diese Ängste durch jüngste US-Wirtschaftsdaten: Während das Wachstum im Dienstleistungssektor nachlässt, erreichten die Erzeugerpreise den höchsten Anstieg seit über 13 Jahren. Dies deutet darauf hin, dass der anhaltende Konflikt bereits jetzt den globalen Inflationsdruck massiv erhöht und die wirtschaftliche Erholung bremst.
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