US-Börsen mit uneinheitlichem Wochenschluss -- DAX geht stabil ins Wochenende -- Rüstungsaktien von Ukraine-Deal-Gerüchten gedrückt -- DroneShield, Software-Aktien, adidas, Lockheed Martin im Fokus
thyssenkrupp: Konzern kauft Plattform für flachgewalzten Karbonstahl. Porsche: Absatz bricht weltweit zweistellig ein. Inflation auf höchstem Stand seit Anfang 2024. Airbus-Aktie tiefer: China Eastern und Aercap sichern sich Großaufträge. Bayer: OMV-Chef Alfred Stern soll Bayer-Aufsichtsrat werden. Nordex liefert Turbinen für Windpark in Spanien. VW stoppt ID.4-Produktion in den USA.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt tendierte vor dem Wochenende letztlich stabil.
So notierte DAX zur Startglocke minimal höher und konnte sich im weiteren Verlauf in die Gewinnzone absetzen. Er schaffte es zeitweise die 24.000-Punkte-Marke zu durchbrechen. Zum Handelsschluss gab er seine Gewinne jedoch wieder ab und verabschiedete sich dann 0,01 Prozent schwächer bei 23.803,95 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX startete den Handelstag mit einem Plus und hielt sich auch weiterhin in der Gewinnzone. Er ging 0,45 Prozent stärker bei 3.532,88 Zählern aus dem Handel.
Nach dem schwachen Vortag tendierte der DAX am Freitag schlussendlich seitwärts. Unterstützend wirkte, dass die Ölpreise trotz der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten stabil bleiben und kein zusätzlicher Inflationsdruck entsteht.
"Die Aufmerksamkeit liegt nun auf möglichen Verhandlungen in Pakistan, die voraussichtlich am Wochenende stattfinden werden", wie Commerzbank-Anleihenexperte Hauke Siemßen mit Blick auf die Kriegsparteien im Nahen Osten von dpa-AFX zitiert wird. Besonders neue Informationen über die Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon würden von Anlegern verfolgt werden. Hier deuteten die jüngsten Nachrichten auf Verhandlungsbereitschaft hin.
Gegen Mittag sorgten vage Hoffnungen auf eine Ende des Ukraine-Kriegs für Gewinne. Als Auslöser galt die Reise des Kremlgesandten Kirill Dmitrijew zu Gesprächen in die USA. Aus Moskau kam jedoch rasch eine Relativierung: Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow führt Dmitrijew keine Gespräche über ein Kriegsende; sein Besuch signalisiere auch keine Wiederaufnahme der ausgesetzten Verhandlungen.
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Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Freitag zu Gewinnen.
So zeigte sich der EURO STOXX 50 zum Sitzungsstart minimal fester, legte im weiteren Verlauf aber zu. Sein Schlussstand: 5.933,45 Punkte (+0,63 Prozent).
Die Hoffnung stützte etwas, dass Israel den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran nicht durch neue Angriffe im Libanon gefährdet. Gleichzeitig richteten sich die Blicke gespannt auf die am Wochenende startenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran, deren Ausgang völlig offen ist.
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Die US-Börsen zeigten sich am Freitag uneins.
Der Dow Jones bewegte sich während der gesamten Sitzung in der Verlustzone und verlor letztendlich 0,56 Prozent auf 47.916,57 Punkte.
Der NASDAQ Composite zeigte sich hingegen freundlich und verbesserte sich um 0,35 Prozent auf 22.902,89 Zähler.
Der Optimismus an den US-Börsen hinsichtlich der am Wochenende beginnenden Verhandlungen zwischen den Kriegsgegnern USA und Iran hat am Freitag leichte Risse bekommen. Nach steilen Aufschlägen seit Bekanntgabe des Waffenstillstandes überwog eher die Vorsicht - gerade vor dem Wochenende mit seinem hohen Schlagzeilenrisiko. Auch wenn seit rund 48 Stunden die meisten von Irans Golfnachbarn - mit Ausnahme von Kuwait - und Israel keine Raketen- oder Drohnenangriff durch Teheran mehr gemeldet hatten, stieg gleichwohl die Nervosität. Letztlich hänge alles an der Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs durch die Seestraße von Hormus, hieß es.
Auch US-Präsident Donald Trump räumte ein, dass der Iran mit Blick auf internationale Wasserstraßen noch "Trümpfe" halte.
"Da der Waffenstillstand weiterhin fragil ist und die Ölpreise deutlich über dem Vorkriegsniveau liegen, besteht das reale Risiko, dass sich die Inflation dauerhaft über dem 2-Prozentziel festsetzt", erläuterte Marktstratege Jason Pride von Glenmede.
Vor dem Wochenende zeigten sich die asiatischen Börsen gut behauptet.
In Tokio zog der Nikkei 225 letztlich um 1,84 Prozent auf 56.924,11 Punkte an.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,51 Prozent höher bei 3.986,23 Punkten.
Aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng gewann schließlich 0,55 Prozent auf 25.893,54 Zähler.
Die ostasiatischen Börsen folgten am Freitag überwiegend den positiven Vorgaben der Wall Street. Für Unterstützung sorgte die Aussicht auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten, darunter mögliche Gespräche Israels mit dem Libanon sowie geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Gleichzeitig bleibt die Lage angespannt, da die wichtige Straße von Hormus weiterhin nur eingeschränkt genutzt wird und Iran offenbar Gebühren erwägt.
Belastend könnten jedoch die anstehenden US-Inflationsdaten wirken. Experten erwarten für März einen deutlichen Preisanstieg, was die Sorgen vor weiter steigenden Zinsen verstärken könnte.
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