Lufthansa Group überprüft Mehrfach-Anbindungen an ihre Drehkreuze

17.06.26 14:02 Uhr

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Lufthansa-Jet am Flughafen Hamburg (Archivbild): Der Airport hat viele Routen zu Lufthansa-Group-Drehkreuzen. aeroTELEGRAPH Die Lufthansa-Gruppe will ihr Kurzstreckennetz bis spätestens 2028 weiter straffen. Dabei hat sie auch Flughäfen im Visier, die an viele Lufthansa-Group-Drehkreuze angebunden sind.Auch nach dem Ende von Lufthansa Cityline will Lufthansa Group ihr Kurzstreckennetz weiter straffen. «Wir werden immer dann gezielt Kapazität auf der Kurzstrecke reduzieren, wenn es wirtschaftlich geboten ist», sagte Dieter Vranckx, Kommerzchef der Gruppe, der Zeitung Handelsblatt. Das sei ein fortlaufender Prozess mit einem zeitlichen Ziel: «Der größte Teil der Konsolidierung im Kontinentalverkehr soll spätestens 2028 abgeschlossen sein.»Vranckx nannte keine Flughäfen oder Strecken, sagte aber: «Mit mittlerweile fünf Netzwerk- Airlines und sechs Drehkreuzen gibt es natürlich auch Überlappungen beim Einzugsgebiet.» Daher sei es wichtig, in der Gruppe «die Drehkreuze und das gesamte Streckennetz zentral zu steuern, damit nicht jedes Ziel von jedem Drehkreuz angeflogen wird».Deutsche Flughäfen, die viele Drehkreuz-Anbindungen habenDie Drehkreuze sind Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom. Die Netzwerk-Airlines sind Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und ITA Airways.Der Flughafen Hamburg beispielsweise wird von diesen Fluggesellschaften saisonal mit allen sechs Lufthansa-Group-Drehkreuzen verbunden. Der Airport Berlin-Brandenburg hat derzeit Flüge zu allen Hubs außer Rom, der Flughafen Düsseldorf zu allen außer Brüssel.Sieben Airports in Europa mit Verbindungen zu allen HubsEuropaweit gibt es zudem sieben Flughäfen, die Lufthansa Group - sogar ganzjährig - mit allen ihrer sechs Drehkreuzen verbindet: Athen, Barcelona, Paris Charles de Gaulle, Genf, London-Heathrow, Madrid und Nizza. All diese Flughäfen bringen zwar auch Zubringer-Fluggäste zu den Lufthansa-Group-Drehkreuzen, gehören aber ebenfalls zu den europaweit attraktivsten Zielen und sind daher so gut von der Lufthansa-Gruppe angebunden.Das sieht bei deutschen Regionalflughäfen anders aus. «Wir wollen Deutschlands wichtige Wirtschaftsregionen auch künftig anfliegen», sagte Vranckx zum Handelsblatt. Das Ziel sei, ein Einzugsgebiet immer mindestens an ein Drehkreuz und damit ans Langstreckennetz anzubinden. «Das ist aber angesichts der enorm hohen Standortkosten in Deutschland wirtschaftlich leider nicht immer umsetzbar», so der Lufthansa-Group-Manager. Keine Anbindung mehr für Paderborn, eine weniger für BremenSo scheiterte kürzlich etwa Lufthansas neuer Codeshare-Partner Skyhub PAD auf der Strecke Paderborn/Lippstadt - München, nachdem Lufthansa die Route vorher selber aufgegeben hatte. Nun hat die Region Ostwestfalen-Lippe keine Drehkreuz-Anbindung mehr.Am Flughafen Bremen reduziert die Lufthansa-Gruppe die Zahl der Drehkreuz-Anbindungen: Am 1. Juli stellt sie die Flüge nach Frankfurt ein, was zu Protest aus Wirtschaft und Politik führt. Vranckx weist dazu darauf hin, dass Bremer Fluggäste weiterhin über die Drehkreuze München, Wien und Zürich die Langstreckenziele der Gruppe erreichen können.Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnierenWeiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH

Quelle: aeroTELEGRAPH

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